Solidaritätspreis 2019 für pro homine Obmann Ewald Kreuzer

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m 14. Mai 2019 wurde Mag. Ewald Kreuzer, dem Gründer und Obmann des Vereins pro homine, einer der heuer acht verliehenen Solidaritätspreise der KirchenZeitung Linz verliehen. Bei einem Festakt vor 200 geladenen Gästen im Steinernen Saal des Linzer Landhauses nahm er von Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer diese Auszeichnung in Empfang.

Preisträger sind „Hoffnungsträger“
KirchenZeitungs-Chefredakteur Matthäus Fellinger wies darauf hin, dass jede noch so gute Idee erst dann zum Tragen kommt, wenn sie auf dem Boden des wirklichen Lebens angewandt und umgesetzt wird. Landeshauptmann Stelzer betonte, dass das Ehrenamt unbezahlbar sei. Bischof Scheuer nannte die Preisträgerinnen und Preisträger „Hoffnungsträger“, die Menschen in einer manchmal dunklen und schweren Zeit beistehen. „Solidarität geschieht ohne Kalkül, sie ist keine Strategie, sondern eine innere Stimmigkeit und das Empfinden: ‚Da kann ich nicht wegschauen‘“. Sozial-Landesrätin Gerstorfer erklärte, es brauche starke Persönlichkeiten wie die Preisträgerinnen und Preisträger, die andere in die Gesellschaft hereinholen.

Ehrung für mehr als 20 Jahre Einsatz
Mag. Ewald Kreuzer war von einer Jury mit Mitgliedern von Land OÖ und Diözese Linz unter dem Vorsitz von Erika Kirchweger unter 80 Einreichungen für diese Ehrung vorgeschlagen worden. In der von Bischofsvikar Willi Vieböck, dem Herausgeber der KirchenZeitung, gehaltenen Laudatio hieß es:

„Depression ist eine Krankheit, an der viele Menschen leiden. Und trotzdem wird sie oft nicht erkannt. Sie wird spät wahrgenommen und selten behandelt. Betroffene und Angehörige kämpfen mit Vorurteilen und trauen sich deshalb nicht, über ihre Krankheit zu reden. Genau an diesem Punkt setzt Ewald Kreuzer mit seinem Verein „pro homine“ an: In den Selbsthilfegruppen ist Platz für Begegnungen, Gespräche und Austausch von Erfahrungen. Hier trifft man auf Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und die einen daher verstehen. 1996 gründete der ehemalige Krankenhausseelsorger in Steyr die erste Anlaufstelle für Menschen mit Depressionen, später folgten Linz, Wels und Vöcklabruck. Ewald Kreuzer und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Die Treffen finden einmal monatlich statt, zusätzlich gibt es regelmäßige Aktivitäten, wie Ausflüge oder eine Runde auf dem Minigolfplatz. Die Zusammenarbeit mit Spitälern, Ärzten und Pharmazeuten wird gepflegt. Daneben versucht Ewald Kreuzer, mit Vorträgen und Medienarbeit mehr Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen. Er sagt: 'Es gibt viele depressive Menschen, aber es wird immer erst dann darauf reagiert, wenn es zu einer Häufung von Suizidfällen kommt.' Für seinen Einsatz wird Ewald Kreuzer mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet."

Von der Betroffenen zur Peer-Beraterin
An der Verleihungsfeier nahmen viele Mitglieder und Freunde des Vereins pro homine teil. Auf ausdrücklichen Wunsch des geehrten Vereinsobmanns Ewald Kreuzer stand auch Ilse Ahammer mit ihm auf der Bühne. Sie erzählte, wie sie als ehemalige selbst Betroffene dank der Hilfe von pro homine ihre schwere Leidenskrise überwinden konnte. Seitdem engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Peer-Beraterin in der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige und organisiert gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Enormes Medien-Echo
Der ORF OÖ, zahlreiche Print- und online-Medien berichteten über diese Verleihung des 26. Solidaritätspreises der Linzer KirchenZeitung. Life Radio führte mit pro homine Obmann Ewald Kreuzer ein Interview, das unter dem Titel „Himmel auf Erden – Geschichten aus dem Leben“ am Sonntag, den 19. Mai 2019, gegen 20:20 Uhr auf Life Radio gesendet wird. Danach kann das Interview online unter folgendem Link zum Nachhören abgerufen werden: https://www.dioezese-linz.at/himmelauferden.

Fotos: KirchenZeitung Linz

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Neu in Steyr: Gruppenpsychotherapie bei PROGES

„Wir schaffen Gesundheit“

PROGES pro homine
Unter diesem Motto lud der Verein PROGES am 8. Mai 2019 zur offiziellen Eröffnung seiner Außentherapie-Stelle in Steyr. Diese befindet sich leicht erreichbar mitten im Zentrum am Steyrer Stadtplatz Nr. 7 (oberhalb der Stadtapotheke).
Zur feierlichen Eröffnung war neben Vertretern der Stadtgemeinde und der lokalen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen auch unser Verein pro homine geladen. Obmann Mag. Ewald Kreuzer und Selbsthilfegruppen-Koordinatorin Birgit Kastner nahmen die Gelegenheit wahr, auf das Angebot unserer begleiteten Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige aufmerksam zu machen und unsere Flyer in der neuen Einrichtung von PROGES aufzulegen.

Zusammenarbeit mit pro homine

PROGES Steyr
Unser Verein pro homine kooperiert bereits seit längerer Zeit in Linz und Wels mit PROGES, wo die Treffen unserer Selbsthilfegruppen in dessen Räumlichkeiten stattfinden. Die Möglichkeit, eine Psychotherapie nicht nur in Einzelsitzungen, sondern auch in Form einer Gruppensitzung zu absolvieren, ist neu in Steyr und besonders auch für die Teilnehmenden in unseren Selbsthilfegruppen interessant. Die Erfahrungen damit sind gut, schilderte PROGES-Geschäfts-führerin Dr.in Doris Formann. Interessenten können sich über dieses Angebot informieren bei der Clearing-stelle Psychotherapie unter der Telefon-Nummer: 0800/20 25 33. Der Verein pro homine freut sich auf gute Zusammen-arbeit mit PROGES auch hier in Steyr!

Fotos: PROGES – Wir schaffen Gesundheit
(1) PROGES Geschäftsführerin Dr.in Doris Formann und pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer
(2) Wilhelm Hauser (Vbgm. Steyr), Mag.a Dr.in Doris Formann (GF PROGES), Ing.in Mag.a Regina Aspalter (LAbg. OÖ) und Obmann OÖGKK Albert Maringer (Vorstandsvorsitzender PROGES) bei der Eröffnung der PROGES Therapie Außenstelle in Steyr

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Frühlingsspaziergang zum „pro homine Baum“ in der Streuobstwiese


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Am Palmsonntag, dem 14. April 2019, trafen sich neun Teilnehmer der Selbsthilfegruppe Steyr zu einem Frühlingsspaziergang beim Cafe Drahtzug in der Unterhimmler Au.

Die Temperatur war zwar etwas frisch, aber alle waren wohlgelaunt und schon neugierig auf unseren "neuen Patenbaum" in der Streuobstwiese. Letztes Jahr wurde der ursprüngliche Baum (ein Pfirsichbaum), der leider eingegangen war, durch einen Ontario Pflaumenbaum ersetzt.

Nach einer kurzen Wanderung gelangten wir zu "unserem Baum" und waren beeindruckt, wie schön er blüht. Möglicherweise gibt es dieses Jahr schon eine Kostprobe von ihm. Nun ging es weiter entlang der Steyr durch den Auwald.

Fast zwei Stunden war die Gruppe bei angeregtem Gespräch unterwegs, ehe zum Abschluss im Cafe Drahtzug eine gemütliche Kaffee- und Teepause eingelegt wurde.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer (Peer Beraterin)

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Treffen aller pro homine Selbsthilfegruppen-Teams

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Am 29. März 2019 trafen sich die Mitarbeiter-Teams der vier Selbsthilfegruppen von Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck des Vereins pro homine zu einer gemeinsamen Reflexionsrunde. Tagungsort war das Vereinszentrum von Proges/Komm! in der Linzer Stieglbauernstraße 11.

SHG-Koordinatorin Birgit Kastner begrüßte uns mit Sekt, Brötchen, Kuchen und Kaffee und lud als Einstimmung zur Feier ihres „runden“ Geburtstages ein. Dann folgte eine Feedbackrunde mit Erfahrungsaustausch, Diskussionen über wichtige Themen, diverse Infos und Terminplanung.

Es gab viel zu besprechen, denn die Runde hatte sich lange nicht getroffen. Die Zeit wurde wieder einmal zu kurz, und es wurde vereinbart, die nächste Reflexionsrunde im Herbst länger anzusetzen.

Kompetente Begleiter in allen Selbsthilfegruppen
Die pro homine Selbsthilfegruppen an den vier Standorten in Oberösterreich sind personell gut aufgestellt durch fachlich kompetente Begleiter-Teams.

Team Steyr: Birgit Kastner, Ilse Ahammer, Ewald Kreuzer, Renate Burgholzer
Team Linz: Gina Obermüller-Singer, Natalie Holzer, Christian Snetivy
Team Wels: Natalie Holzer, Gina Obermüller-Singer, Maria Selinger
Team Vöcklabruck: Elisabeth Wagner, Andreas Lakits

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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Enormes Interesse in Pfarre Obergrünburg: Vortrag über „Wege aus Depression und Suizidgefahr“

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Über Einladung des Kath. Bildungswerkes der Pfarre Obergrünburg hielt der Obmann des Vereines pro homine, Mag. Ewald Kreuzer aus Steyr, am 23. März 2019 einen viel beachteten Vortrag zum Thema "Wege aus Depression und Suizidgefahr". Über 70 Personen (!) folgten im dicht besetzten Saal des Pfarrheimes dem PowerPoint-Vortrag mit eingespielten Schilderungen von Betroffenen über ihre leidvollen Erfahrungen mit Depressionen. Auch Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren gekommen, die sich diesen interessanten Vortrag nicht entgehen lassen wollten.

Viele Wege zur Heilung
Mag. Ewald Kreuzer, der nach seinem Theologiestudium auch eine Ausbildung zum Dipl. Lebens- und Sozialberater absolvierte, stellte das bei der Behandlung von Depressionen in der Praxis gut bewährte „Drei-Säulen-Modell“ vor. Es umfasst neben der Einnahme von Medikamenten (besonders wichtig in der Akutphase einer Depression ) und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Umstellung der bisherigen Lebens- und Arbeitsweise. Die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe ist ebenfalls hilfreich und ermöglicht den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen. Der Verein pro homine bietet solche begleitete Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck an. Gesunde Ernährung, Bewegung in der Natur, soziale Kontakte und eine klare Tagesstruktur wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus. Es gilt, die negative Gedanken-Spirale zu durchbrechen und wieder zu einem erfüllten Leben zu finden.

Zurück in stabiles Leben
Im Anschluss an den mit viel Applaus bedachten Vortrag berichtete die junge Studentin B.S. aus Leonstein auf eindrucksvolle Weise, wie sie aus ihrer persönlichen Suizidgefahr wieder zu einem stabilen Leben gefunden hat. Peer-Beraterin Ilse Ahammer stellte die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor und lud zur Teilnahme ein. Der Info-Tisch des Vereins pro homine mit vielen Unterlagen, Foldern und Büchern fand reges Interesse beim Publikum.
Das engagierte Team des Pfarrheimes lud im Anschluss zu einer kulinarischen Stärkung ein, bei der noch so mancher lebhafte „small talk“ im Foyer geführt wurde.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Gesprächsabend über „sinnerfülltes Leben“

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Am Montag, 11. März 2019 hatte die Selbsthilfegruppe Steyr einen besonderen Gast in ihrer Mitte. Die Psychotherapeutin Mag.(FH) Pamela Forster aus Garsten sprach zu uns und mit uns über das Thema „Sinnerfülltes Leben“. Zuvor stellte sie sich der Gruppe kurz vor und schilderte, dass sie im Alter von zweieinhalb Jahren Opfer eines schweren Autounfalls wurde und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin nach der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Frankl.

Viktor Frankl: Sinnfindung durch Werte
Der Wiener Facharzt für Psychiatrie war im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager, das er als einziger seiner ganzen Familie überlebte. Er bekam eine tiefe Depression. Einen neuen Sinn in seinem Leben fand er dadurch, anderen Menschen zu helfen durch die von ihm entwickelte Logotherapie. Er heiratete wieder und machte im Alter sogar noch den Pilotenschein.

Es geht immer wieder weiter, das Leben steht nicht still. Es ist wichtig im Leben einen Sinn zu finden, sonst wird man krank. Es ist ein Geist in uns vorhanden, der uns ausmacht, manchmal ist er nur verschüttet, und man muss suchen. Viktor Frankl empfiehlt drei Wege:
  • Schöpferische Werte: künstlerische Tätigkeiten, auch Arbeit kann Freude machen, der Garten, der Glaube, das Urvertrauen.
  • Erlebniswerte: den Moment wahrnehmen und erleben - aktiv oder passiv, bewusst die Sonne spüren, spazieren gehen … Dann kommt auch die Dankbarkeit für das Leben in uns hoch.
  • Einstellungswerte: Wie verhalten wir uns? Sehen wir uns als Opfer? Oder bin ich mehr als meine Krankheit? Humor ist, wenn ich trotzdem lache. Frankl verwendete den Begriff der „Trotzmacht des Geistes“.
Den eigenen Weg finden
Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, einen Sinn in seinem Leben zu finden. Es gibt viele Geschenke, Hilfen, Lichter auf unserem Lebensweg, man muss sie nur sehen und beachten. Wir tragen Verantwortung für uns selber und für unsere Mitmenschen. Es ist besser mehrere Dinge in seinem Leben zu haben, die uns Sinn geben, damit wir, wenn eines wegbricht, nicht untergehen.

Am Ende dieses interessanten Gesprächsabends überreichte pro homine Obmann Ewald Kreuzer unserem sympathischen Gast Pamela Forster einen kleinen Blumenstock als „Dankeschön“ für ihr Kommen und die wertvollen Impulse für ein sinnerfülltes Leben.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Besuch im Krippenmuseum Großraming

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Am 4. Jänner 2019, gleich zu Jahresbeginn, besuchte eine kleine, aber feine Gruppe aus Steyr unser langjähriges pro homine Mitglied Rosina Gruber im Ennstal. Durch die tiefverschneite Winterlandschaft ging es der Enns entlang nach Großraming, wo uns in ihrem Haus eine tolle Krippenausstellung erwartete.

400 Krippen in drei Räumen
An die 400 Kastenkrippen, alles Unikate, hat Rosi im Lauf der Jahre mit sehr viel Liebe selbst angefertigt. Die erste im Jahr 1983. Zu jeder dieser Krippen gibt es eine Geschichte und viele Besonderheiten. Einige sind in einem Kürbis, andere in einem Nähkästchen, in einer Schachtel oder anderen Behältnissen direkt hineingebaut. Da gibt es Krippen, die das Elternhaus von Rosina zeigen, die Stadt Steyr oder andere Orte und auch Menschen, die für die Künstlerin wichtig sind. Die verschiedensten christlichen Szenen werden dargestellt, wie etwa auch in einigen Fastenkrippen. Aber all diese Schätze sind nicht zu kaufen, für Rosina steckt zu viel Herzensblut in jeder einzelnen ihrer Krippen, die wie Kinder für sie sind.

Rosi Gruber - eine bewundernswerte Frau
Im Stiegenhaus ihres Hauses sehen wir noch viele Bilder, die ebenfalls Rosina gemalt hat. Auch diese Aquarelle beeindrucken uns sehr. Zum Abschluss lädt uns diese bewundernswerte Frau noch zu Kaffee und Keksen in ihre sehr gemütliche Stube, wo fast alles aus Holz ist. Ein Kachelofen verströmt angenehme Wärme … Bei angeregten Gesprächen wird es spät, bis wir wieder zur Heimfahrt nach Steyr aufbrechen.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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