Premiere: „Tag der Selbsthilfe“ im LKH Steyr

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Am Dienstag, den 12. November 2019 fand zum ersten Mal im Landeskrankenhaus Steyr der „Tag der Selbsthilfe“ statt. Perfekt vorbereitet und organisiert wurde er unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ von Gabriela Simmer BA, MA, der Selbsthilfebeauftragten des Spitals. Das LKH Steyr erhielt im Vorjahr das Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ vom Dachverband der OÖ Selbsthilfe verliehen.

22 Selbsthilfegruppen nahmen teil
Im Erdgeschoss von Haus 7 warteten die bereitgestellten Tische mit Sesseln auf die teilnehmenden Selbsthilfegruppen. Viele hatten Roll ups sowie Folders, Zeitschriften und Info-Material aufgelegt. Die Palette reichte thematisch von Herzerkrankungen, Diabetes, Multiple Sklerose, Rheuma, Krebs, Alzheimer bis Epilepsie, Anonyme Alkoholiker, Lungenerkrankungen, Treffpunkt pflegende Angehörige, Mobiles Hospiz, Trauer, Burnout bis psychische Probleme. Insgesamt nahmen 22 Selbsthilfegruppen und Organisationen wie der Zivilinvalidenverband OÖ, La Leche Liga Österreich, der Verein Lichen Sclerosus sowie unser Verein pro homine teil.

Reges Kommen und Gehen
Die Veranstaltung fand im Gang vor dem Speisesaal statt, sodass ein reges Kommen und Gehen um die Mittagszeit herrschte. Auch eine Getränkebar mit Obst war vorhanden. Viele informative und interessante Gespräche mit Patienten, Personal und Besuchern des LKH Steyr entstanden. Auch die Kollegiale Führung des Spitals, bestehend aus Dr. Michael Hubich (Ärztlicher Direktor), Mag. Heinz Kosma (Kaufmännischer Direktor) und DGKP Walpurga Auinger (Pflegedirektorin) besuchten die Info-Stände der Selbsthilfegruppen und nahmen sich Zeit für Gespräche mit deren Vertretern.

Gespräche beim pro homine Stand
Der Verein pro homine war durch Obmann Mag Ewald Kreuzer und Peer-Beraterin Ilse Ahammer vertreten. Auch zwei aktive Vereinsmitglieder, Claudia Anzinger und Josef Reisinger, unterstützten das Team. Gerne gaben sie auf die vielen gestellten Fragen Auskunft, erzählten vom Ablauf eines Selbsthilfegruppenabends und stellten Informationsmaterial zur Verfügung.
Beim Besuch des pro homine Standes unterstrich der ärztliche Direktor Dr. Hubich im Gespräch mit Vereinsobmann Mag. Kreuzer die wichtige Bedeutung von Selbsthilfegruppen, die ihr erworbenes Fachwissen und ihre persönlichen Erfahrungen anderen zur Verfügung stellen.

Das Resümee: Dieser „Tag der Selbsthilfe“ war - alles in allem - eine gelungene Veranstaltung!

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Vortrag im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor

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„Depression im Alter“ lautete das Thema, über das pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer am 29. August 2019 im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor vor über 30 interessierten Zuhörern (Bewohner, Angehörige, Pflegepersonal) referierte. Dazu gab es auch einen Info-Tisch mit Foldern, Büchern und Broschüren. Das Thema war ganz auf alte Menschen zugeschnitten. Wie geht es jemanden, der von seiner gewohnten Umgebung wegkommt, von einem Haus in eine kleine Wohnung, in betreutes Wohnen, in ein Altenheim? Menschen, die sich von vielen ihrer geliebten Erinnerungsstücken trennen müssen, denn man kann ja nicht alles in nur "einen" Raum mitnehmen. Wie geht es jemanden, der langsam seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten einbüßt?

„War beeindruckt“
Eine Zuhörerin meinte: „Das Thema ‚Depression im Alter‘ wurde sehr einfühlsam und kompetent behandelt. Ich habe schon viele Vorträge von Herrn Kreuzer gehört und bin jedes Mal beeindruckt, wie er das Thema Depression immer wieder aus einem etwas anderen Blickwinkel präsentiert. Bei seinem nächsten Vortrag zum Thema ‚Von Depressionen geheilt‘ am 14. Oktober 2019 im Dominikanerhaus Steyr werde ich sicher wieder dabei sein.“
Im Anschluss an den Vortrag luden Heimleiter Michael Brantner und Pflegedienstleiterin Tanja Schürrer zum Buffet und Small Talk, bei dem sich noch viele interessante Gespräche und ein reger Gedankenaustausch ergaben.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Musikgenuss beim Schlosskonzert

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An einem lauen Augustabend trafen sich einige Mitglieder der Selbsthilfegruppe Steyr zu einem "Schlosskonzert". Im sehr schönen Innenhof des Steyrer Schlosses Lamberg spielte der Musikverein St. Ulrich auf. Auf dem Programm standen Stücke von Robert Stolz, Franz Lehar, Abba und anderen Komponisten. Bei zwei Darbietungen gab es auch Gesang dazu. Das Publikum war begeistert und so gab es auch noch einige Zugaben. Danach beschlossen wir, gemeinsam in ein Lokal in der Steyrer Innenstadt zu gehen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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Sommerheuriger mit Ziehharmonika

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Das Interesse war auch heuer groß: 18 Mitglieder und Freunde des Vereins pro homine gaben sich an einem heißen Sommerabend Ende Juli ein Stelldichein beim schon traditionellen Sommerheurigen. Wir trafen uns wie alle Jahre beim "Sepplhub", einer sehr gemütlichen Mostschänke im Steyrer Stadtteil Ennsleite. Alle waren gespannt auf die musikalische Premiere von Anni Ellinger-Siebenhandel, die zugesagt hatte, uns auf ihrer steirischen Ziehharmonika aufzuspielen. Und wir wurden nicht enttäuscht! Ihre dargebotenen "Stückln" waren sehr beschwingt und sorgten bei allen für gute Laune. So genossen wir bei wunderschönen Melodien die ausgezeichneten kulinarischen Köstlichkeiten des Mostheurigen.

Es gab viel zu erzählen …

Auch der Gesprächsstoff ging uns bei dieser sommerlichen Veranstaltung nicht aus. Vereinsobmann Ewald Kreuzer hielt einen kurzen Rückblick auf die im heurigen Jahr bereits stattgefundenen Ereignisse wie etwa die Solidaritätspreis-Verleihung im Linzer Landhaus oder der interessante Besuch der Steyrer Selbsthilfegruppe in einer Imkerei in St. Valentin. Er gab auch einen Ausblick auf kommende Aktivitäten im Herbst wie unseren Vereinsausflug im September zur OÖ. Landesgartenschau nach Aigen-Schlägl und verschiedene Vorträge zum Thema Depression im August und Oktober. Erst gegen 22 Uhr leerte sich langsam unser großer Tisch beim „Sepplhub“ und alle traten die Heimfahrt an.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Mit Bahn und PKW: Besuch bei den Bienen

Imker
Am Samstag, den 22. Juni 2019, trafen sich 9 Teilnehmer der Selbsthilfegruppe Steyr zu einer besonderen Freizeitaktivität: dem Besuch der Imkerei Geiblinger & Marchner in St. Valentin (Niederösterreich). Einige fuhren vom Bahnhof Steyr gemeinsam mit dem Zug nach St. Valentin, andere kamen mit dem Auto dorthin. Nach einem kurzem Spaziergang zwischen den Feldern erreichten wir die Imkerei. Sehr freundlich und mit einem kleinen Honigpräsent für jeden wurden wir dort empfangen.

Wissenswertes über Bienen und Honig
Über eine Stunde lauschten wir den sehr interessanten Erklärungen des Bienenmeisters Werner Geiblinger. Er zeigte uns seinen fast zwanzig Jahre bestehenden Familienbetrieb, in dem fünf verschiedene Honigsorten, Propolis-Produkte, Honigwein, Liköre, Schnäpse usw. erzeugt werden. Wir erfuhren viel Interessantes über die Wichtigkeit der Bienen, von der Arbeit mit den Bienenvölkern, von der Entstehung des Honigs, den verschiedenen Honigsorten, der großen Vielzahl an Honigprodukten, von Blütenpollen, Propolis und Met. Der Meisterbetrieb Geiblinger & Marchner betreibt die Imkerei in St.Valentin mit rund 250 Bienenvölkern als Wanderbetrieb. Durch die große Nachfrage werden auch Bienen-Königinnen gezüchtet.

Honigwein, Kaffee und Kuchen
Zum Abschluss unserer Besichtigung gab es Kaffee und Kuchen. Einige verkosteten auch Honigwein (Met) und Likör. Gerne machten die Teilnehmer von der Möglichkeit des Einkaufs verschiedener Produkte Gebrauch. Sehr herzlich war dann der Abschied von den freundlichen Menschen dieser Imkerei, wo wir uns so wohl gefühlt haben, dass wir erst eine Stunde später als geplant mit dem Zug wieder die Heimreise nach Steyr antraten.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Einander ohne Vorurteile begegnen

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Am 6. Juni 2019 fand am Steyrer Stadtplatz bereits zum sechsten Mal der "Tag der Begegnung“ statt. Er bot die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit Menschen, die eine körperliche bzw. geistige Behinderung haben und deswegen oft mit sozialer Ausgrenzung und Vorurteilen konfrontiert sind. „Solche Vorurteile kann man am besten durch direkte Begegnung abbauen“, ist Rollstuhlfahrer Mag. Wolfgang Glaser, pro homine Vize-Obmann und Initiator dieser Veranstaltung, überzeugt. Deshalb rief er den „Tag der Begegnung“ ins Leben in Zusammenarbeit mit den Steyrer Behindertenorganisationen und mit Unterstützung des Ausschusses für Frauenangelegenheiten und Gleichbehandlungsfragen sowie dem Sozialressort der Stadt Steyr.

Starke Beteiligung
Beteiligt waren heuer an diesem Aktionstag die Lebenshilfe OÖ, der OÖ. Zivilinvalidenverband, pro mente OÖ, das Empowerment-Center des Kompetenznetzwerks KI-I, das Rote Kreuz, der Multiple Sklerose Regionalclub Steyr, die Miteinander GmbH, die Volkshilfe OÖ, FAB Organos und der Verein pro homine. Musikalisch umrahmt wurde der Begegnungs-Tag vom blinden Liedermacher und Sänger Walter Stöger. Unser pro homine Info-Stand vor der Stadtapotheke wurde vom dreiköpfigen Team Ilse Ahammer, Claudia Anzinger und Mag. Ewald Kreuzer betreut. Bei strahlendem Sommerwetter entstanden viele interessante Gespräche mit vorbeikommenden Passanten, die einen Flyer mit wichtigen Infos zum Thema Depression bekamen und eine Einladung zu den Treffen der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer, Ewald Kreuzer

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SHG Steyr: Gelungene Minigolf-Partie am Sonntag...

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Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntag, den 2. Juni 2019, sechs Teilnehmer der Steyrer Selbsthilfegruppe zu einem Minigolf-Match in der Anlage am Resthof. Bei lebhaften Gesprächen und Gelächter waren wir zwei Stunden voll beschäftigt. Wir passten gut zusammen, da die Talente ziemlich ausgeglichen waren. Es gab bei jedem sowohl ein Versagen bei einer Bahn, als auch, das Ziel mit nur einem Schlag zu erreichen. Zum Abschluss setzten wir uns noch gemütlich zu einem Getränk zusammen. Die einhellige Meinung war: „Das könnten wir gerne wieder mal machen!“

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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Neu in Steyr: Gruppen-Psychotherapie bei PROGES

„Wir schaffen Gesundheit“

PROGES pro homine
Unter diesem Motto lud der Verein PROGES am 8. Mai 2019 zur offiziellen Eröffnung seiner Außentherapie-Stelle in Steyr. Diese befindet sich leicht erreichbar mitten im Zentrum am Steyrer Stadtplatz Nr. 7 (oberhalb der Stadtapotheke).
Zur feierlichen Eröffnung war neben Vertretern der Stadtgemeinde und der lokalen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen auch unser Verein pro homine geladen. Obmann Mag. Ewald Kreuzer und Selbsthilfegruppen-Koordinatorin Birgit Kastner nahmen die Gelegenheit wahr, auf das Angebot unserer begleiteten Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige aufmerksam zu machen und unsere Flyer in der neuen Einrichtung von PROGES aufzulegen.

Zusammenarbeit mit pro homine

PROGES Steyr
Unser Verein pro homine kooperiert bereits seit längerer Zeit in Linz und Wels mit PROGES, wo die Treffen unserer Selbsthilfegruppen in dessen Räumlichkeiten stattfinden. Die Möglichkeit, eine Psychotherapie nicht nur in Einzelsitzungen, sondern auch in Form einer Gruppensitzung zu absolvieren, ist neu in Steyr und besonders auch für die Teilnehmenden in unseren Selbsthilfegruppen interessant. Die Erfahrungen damit sind gut, schilderte PROGES-Geschäfts-führerin Dr.in Doris Formann. Interessenten können sich über dieses Angebot informieren bei der Clearing-stelle Psychotherapie unter der Telefon-Nummer: 0800/20 25 33. Der Verein pro homine freut sich auf gute Zusammen-arbeit mit PROGES auch hier in Steyr!

Fotos: PROGES – Wir schaffen Gesundheit
(1) PROGES Geschäftsführerin Dr.in Doris Formann und pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer
(2) Wilhelm Hauser (Vbgm. Steyr), Mag.a Dr.in Doris Formann (GF PROGES), Ing.in Mag.a Regina Aspalter (LAbg. OÖ) und Obmann OÖGKK Albert Maringer (Vorstandsvorsitzender PROGES) bei der Eröffnung der PROGES Therapie Außenstelle in Steyr

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Frühlingsspaziergang zum „pro homine Baum“ in der Streuobstwiese


ausflug
Am Palmsonntag, dem 14. April 2019, trafen sich neun Teilnehmer der Selbsthilfegruppe Steyr zu einem Frühlingsspaziergang beim Cafe Drahtzug in der Unterhimmler Au.

Die Temperatur war zwar etwas frisch, aber alle waren wohlgelaunt und schon neugierig auf unseren "neuen Patenbaum" in der Streuobstwiese. Letztes Jahr wurde der ursprüngliche Baum (ein Pfirsichbaum), der leider eingegangen war, durch einen Ontario Pflaumenbaum ersetzt.

Nach einer kurzen Wanderung gelangten wir zu "unserem Baum" und waren beeindruckt, wie schön er blüht. Möglicherweise gibt es dieses Jahr schon eine Kostprobe von ihm. Nun ging es weiter entlang der Steyr durch den Auwald.

Fast zwei Stunden war die Gruppe bei angeregtem Gespräch unterwegs, ehe zum Abschluss im Cafe Drahtzug eine gemütliche Kaffee- und Teepause eingelegt wurde.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer (Peer Beraterin)

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Treffen aller pro homine Selbsthilfegruppen-Teams

team
Am 29. März 2019 trafen sich die Mitarbeiter-Teams der vier Selbsthilfegruppen von Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck des Vereins pro homine zu einer gemeinsamen Reflexionsrunde. Tagungsort war das Vereinszentrum von Proges/Komm! in der Linzer Stieglbauernstraße 11.

SHG-Koordinatorin Birgit Kastner begrüßte uns mit Sekt, Brötchen, Kuchen und Kaffee und lud als Einstimmung zur Feier ihres „runden“ Geburtstages ein. Dann folgte eine Feedbackrunde mit Erfahrungsaustausch, Diskussionen über wichtige Themen, diverse Infos und Terminplanung.

Es gab viel zu besprechen, denn die Runde hatte sich lange nicht getroffen. Die Zeit wurde wieder einmal zu kurz, und es wurde vereinbart, die nächste Reflexionsrunde im Herbst länger anzusetzen.

Kompetente Begleiter in allen Selbsthilfegruppen
Die pro homine Selbsthilfegruppen an den vier Standorten in Oberösterreich sind personell gut aufgestellt durch fachlich kompetente Begleiter-Teams.

Team Steyr: Birgit Kastner, Ilse Ahammer, Ewald Kreuzer, Renate Burgholzer
Team Linz: Gina Obermüller-Singer, Natalie Holzer, Christian Snetivy
Team Wels: Natalie Holzer, Gina Obermüller-Singer, Maria Selinger
Team Vöcklabruck: Elisabeth Wagner, Andreas Lakits

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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Enormes Interesse in Pfarre Obergrünburg: Vortrag über „Wege aus Depression und Suizidgefahr“

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Über Einladung des Kath. Bildungswerkes der Pfarre Obergrünburg hielt der Obmann des Vereines pro homine, Mag. Ewald Kreuzer aus Steyr, am 23. März 2019 einen viel beachteten Vortrag zum Thema "Wege aus Depression und Suizidgefahr". Über 70 Personen (!) folgten im dicht besetzten Saal des Pfarrheimes dem PowerPoint-Vortrag mit eingespielten Schilderungen von Betroffenen über ihre leidvollen Erfahrungen mit Depressionen. Auch Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren gekommen, die sich diesen interessanten Vortrag nicht entgehen lassen wollten.

Viele Wege zur Heilung
Mag. Ewald Kreuzer, der nach seinem Theologiestudium auch eine Ausbildung zum Dipl. Lebens- und Sozialberater absolvierte, stellte das bei der Behandlung von Depressionen in der Praxis gut bewährte „Drei-Säulen-Modell“ vor. Es umfasst neben der Einnahme von Medikamenten (besonders wichtig in der Akutphase einer Depression ) und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Umstellung der bisherigen Lebens- und Arbeitsweise. Die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe ist ebenfalls hilfreich und ermöglicht den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen. Der Verein pro homine bietet solche begleitete Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck an. Gesunde Ernährung, Bewegung in der Natur, soziale Kontakte und eine klare Tagesstruktur wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus. Es gilt, die negative Gedanken-Spirale zu durchbrechen und wieder zu einem erfüllten Leben zu finden.

Zurück in stabiles Leben
Im Anschluss an den mit viel Applaus bedachten Vortrag berichtete die junge Studentin B.S. aus Leonstein auf eindrucksvolle Weise, wie sie aus ihrer persönlichen Suizidgefahr wieder zu einem stabilen Leben gefunden hat. Peer-Beraterin Ilse Ahammer stellte die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor und lud zur Teilnahme ein. Der Info-Tisch des Vereins pro homine mit vielen Unterlagen, Foldern und Büchern fand reges Interesse beim Publikum.
Das engagierte Team des Pfarrheimes lud im Anschluss zu einer kulinarischen Stärkung ein, bei der noch so mancher lebhafte „small talk“ im Foyer geführt wurde.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Gesprächsabend über „sinnerfülltes Leben“

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Am Montag, 11. März 2019 hatte die Selbsthilfegruppe Steyr einen besonderen Gast in ihrer Mitte. Die Psychotherapeutin Mag.(FH) Pamela Forster aus Garsten sprach zu uns und mit uns über das Thema „Sinnerfülltes Leben“. Zuvor stellte sie sich der Gruppe kurz vor und schilderte, dass sie im Alter von zweieinhalb Jahren Opfer eines schweren Autounfalls wurde und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin nach der Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor Frankl.

Viktor Frankl: Sinnfindung durch Werte
Der Wiener Facharzt für Psychiatrie war im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager, das er als einziger seiner ganzen Familie überlebte. Er bekam eine tiefe Depression. Einen neuen Sinn in seinem Leben fand er dadurch, anderen Menschen zu helfen durch die von ihm entwickelte Logotherapie. Er heiratete wieder und machte im Alter sogar noch den Pilotenschein.

Es geht immer wieder weiter, das Leben steht nicht still. Es ist wichtig im Leben einen Sinn zu finden, sonst wird man krank. Es ist ein Geist in uns vorhanden, der uns ausmacht, manchmal ist er nur verschüttet, und man muss suchen. Viktor Frankl empfiehlt drei Wege:
  • Schöpferische Werte: künstlerische Tätigkeiten, auch Arbeit kann Freude machen, der Garten, der Glaube, das Urvertrauen.
  • Erlebniswerte: den Moment wahrnehmen und erleben - aktiv oder passiv, bewusst die Sonne spüren, spazieren gehen … Dann kommt auch die Dankbarkeit für das Leben in uns hoch.
  • Einstellungswerte: Wie verhalten wir uns? Sehen wir uns als Opfer? Oder bin ich mehr als meine Krankheit? Humor ist, wenn ich trotzdem lache. Frankl verwendete den Begriff der „Trotzmacht des Geistes“.
Den eigenen Weg finden
Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, einen Sinn in seinem Leben zu finden. Es gibt viele Geschenke, Hilfen, Lichter auf unserem Lebensweg, man muss sie nur sehen und beachten. Wir tragen Verantwortung für uns selber und für unsere Mitmenschen. Es ist besser mehrere Dinge in seinem Leben zu haben, die uns Sinn geben, damit wir, wenn eines wegbricht, nicht untergehen.

Am Ende dieses interessanten Gesprächsabends überreichte pro homine Obmann Ewald Kreuzer unserem sympathischen Gast Pamela Forster einen kleinen Blumenstock als „Dankeschön“ für ihr Kommen und die wertvollen Impulse für ein sinnerfülltes Leben.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

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Besuch im Krippenmuseum Großraming

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Am 4. Jänner 2019, gleich zu Jahresbeginn, besuchte eine kleine, aber feine Gruppe aus Steyr unser langjähriges pro homine Mitglied Rosina Gruber im Ennstal. Durch die tiefverschneite Winterlandschaft ging es der Enns entlang nach Großraming, wo uns in ihrem Haus eine tolle Krippenausstellung erwartete.

400 Krippen in drei Räumen
An die 400 Kastenkrippen, alles Unikate, hat Rosi im Lauf der Jahre mit sehr viel Liebe selbst angefertigt. Die erste im Jahr 1983. Zu jeder dieser Krippen gibt es eine Geschichte und viele Besonderheiten. Einige sind in einem Kürbis, andere in einem Nähkästchen, in einer Schachtel oder anderen Behältnissen direkt hineingebaut. Da gibt es Krippen, die das Elternhaus von Rosina zeigen, die Stadt Steyr oder andere Orte und auch Menschen, die für die Künstlerin wichtig sind. Die verschiedensten christlichen Szenen werden dargestellt, wie etwa auch in einigen Fastenkrippen. Aber all diese Schätze sind nicht zu kaufen, für Rosina steckt zu viel Herzensblut in jeder einzelnen ihrer Krippen, die wie Kinder für sie sind.

Rosi Gruber - eine bewundernswerte Frau
Im Stiegenhaus ihres Hauses sehen wir noch viele Bilder, die ebenfalls Rosina gemalt hat. Auch diese Aquarelle beeindrucken uns sehr. Zum Abschluss lädt uns diese bewundernswerte Frau noch zu Kaffee und Keksen in ihre sehr gemütliche Stube, wo fast alles aus Holz ist. Ein Kachelofen verströmt angenehme Wärme … Bei angeregten Gesprächen wird es spät, bis wir wieder zur Heimfahrt nach Steyr aufbrechen.

Bericht und Fotos: Ilse Ahammer

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