Verein für psychische Gesundheit

Birgit Kastner war kürzlich zu Gast bei Radio B138, um über ein Thema zu sprechen, das viele Menschen betrifft – oft, ohne es gleich zu bemerken:
Was passiert mit uns, wenn das Leben zu viel wird?
Im Interview sprach sie darüber,
- woran wir erkennen, dass wir überlastet sind,
- warum es so schwer fällt, in stressigen Zeiten gut auf sich selbst zu achten,
- und was es mit uns macht, wenn wir in schwierigen Momenten niemanden zum Reden haben.
Mit viel Einfühlungsvermögen erklärte Birgit Kastner, wie leicht wir an unsere Grenzen geraten, wenn wir immer nur funktionieren wollen. Oft sind es kleine Signale – Erschöpfung, Schlafprobleme, Gereiztheit oder Rückzug –, die uns zeigen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Sie betonte, wie wichtig es ist, diese Warnzeichen ernst zu nehmen, innezuhalten und sich Unterstützung zu holen. Denn rechtzeitig zu erkennen, dass „es zu viel wird“, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck von Selbstfürsorge und Stärke.
Im Gespräch wies Birgit Kastner auch auf die Arbeit in den Pro Homine-Selbsthilfegruppen hin sowie auf das Buch „Neu Aufblühen“ des Vereins Pro Homine – ein berührendes Werk über psychische Gesundheit, Menschlichkeit und die Kraft der Hoffnung. Das Buch vereint persönliche Erfahrungsberichte, Impulse und Texte, die Mut machen, offen über seelische Belastungen zu sprechen, und zeigt: Niemand muss mit seinen Sorgen allein bleiben.
Ein herzliches Dankeschön an Andrea Ensmann von Radio B138 für die Einladung und das offene Gespräch!
Die Sendung kann hier nachgehört werden:


Bereits zum zweiten Mal folgte am 16. Jänner 2023 ein Team von PRO HOMINE der Einladung des Katholischen Bildungswerkes Steinerkirchen zu einem Vortragsabend zum Thema „Rat und Hilfe bei Depressionen“. Dabei wurde auch das praktische Ratgeber-Buch „Neu aufblühen!“ vorgestellt.
Es begann diesmal mit einem Abendessen im Kloster von Steinerkirchen, wo das angereiste dreiköpfige PRO HOMINE Team mit Renate Burgholzer, Ewald Kreuzer und Claudia Anzinger von den „Schätzen der Klosterküche“ (dazu zählte auch der eingelegte Kürbis aus dem Klostergarten) kosten durfte und die benediktinische Gastfreundschaft der Klostergemeinschaft mit allen Sinnen erlebte. Das Kloster wurde für uns zu einem „Ruheplatz an der Quelle“.
Großes Interesse in der Pfarre
Nach dieser kulinarischen Stärkung begrüßte Pater Alois Mühlbacher im Klosterfestsaal alle anwesenden Gäste. Er betonte das große Interesse in seiner Pfarre an diesem wichtigen Thema und freute sich, dass Mag. Ewald Kreuzer nun schon zum zweiten Mal einen Vortrag dazu hält.
Die Frage, wie Menschen mit Depressionen geholfen werden kann, beschäftigt den Theologen und Lebensberater Ewald Kreuzer, seit er 1996 in Steyr eine Selbsthilfegruppe gegründet hat. Bei seinem Vortrag erörterte er Ursachen, Erkennung und Behandlung einer Depression und sprach auch offen das oft tabuisierte Thema „Suizid“ an.
Betroffene erzählen
In den Vortrag eingebaut waren auch Lese-Auszüge aus dem Buch „Neu aufblühen!“, das PRO HOMINE, der Verein für psychische Gesundheit in mehrjähriger Redaktionsarbeit zusammengestellt hat. Aus dem Herzstück des Buches, dem Kapitel „Betroffene erzählen“, wurden von Claudia Anzinger zwei authentische Geschichten vorgelesen. Diese ermutigen, niemals aufzugeben und mit Hoffnung und Zuversicht jeden Tag neu anzufangen.
Das Buch „Neu aufblühen“ wurde nach dem Vortrag, der mit viel Applaus bedacht wurde, auf einem Tisch zum Ansehen und Mitnehmen gegen eine freiwillige Spende aufgelegt. Das PRO HOMINE Team konnte sich anschließend noch bei manchen Gesprächen über das Buch und das Thema des Abends unterhalten.
Bericht & Fotos: PRO HOMINE Team

Eintragungswoche: 2.-9. Mai 2022
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert und durch die Covid-19-Pandemie einen alarmierenden Höhepunkt erreicht: Mehr als jeder zweite Jugendliche leidet an depressiven Symptomatiken und sogar jeder Sechste denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. (Studie der Donau Universität Krems, 2021).
Wenn ich Zahnschmerzen habe und deswegen zur Zahnärztin gehe, ist es das Normalste der Welt. Wenn es mir aber psychisch nicht gut geht und ich zum Psychologen gehe, werde ich schräg angesehen. Das ist der Grund dafür, dass die Antwort auf „Wie geht‘s dir?“ fast immer ein “gut“ ist – weil psychische Gesundheit immer noch ein Tabuthema ist. Die psychische Gesundheit darf nichts sein, was wir klein reden oder wofür wir uns schämen. Darüber sprechen, wie über Kopfweh. Betroffenen helfen, wie nach einem Sturz.
Verantwortlich fpr dieses Volksbegehren ist die Initiative „Gut, und selbst?“ – ein Zusammenschluss von vielen NGOs, Vereinen, Unternehmen und Institutionen, denen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein Herzensanliegen ist.
"Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, alle Projekte und Initiativen, die es bereits zu dem Thema gibt, zu bündeln und im Zeichen der Stärke und Größe gemeinsam als Initiative “Gut, und selbst?” aufzutreten. Wir wollen enttabuisieren, Bewusstsein schaffen und ermutigen – und um das zu verwirklichen, ist sowohl das “System” und die Politik gefragt, aber auch jede einzelne in Österreich lebende Person", heißt es auf der Website https://gutundselbst.at/volksbegehren/
SO KANNST DU UNTERSCHREIBEN
Du kannst mit deiner elektronischen Signatur (Handy-Signatur oder Bürgerkarte) in weniger als einer Minute unterschreiben.
Du kannst auch in jeder beliebigen Gemeinde, jedem Magistrat oder magistratischen Bezirksamt (unabhängig von deinem Wohnsitz) unterschreiben.
Wir ziehen am gleichen Strang!
Davon ist die Vereinsleitung von pro homine überzeugt. "Deshalb unterstützen wir auch voll und ganz dieses Volksbegehren und machen Mut, sich zu beteiligen und für das psychische Wohl von Kindern und Jugendlichen einzutreten", betont Mag. Ewald Kreuzer.