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Vortrag in Steyr: „SOS – Psyche im Ausnahmezustand“

Festsaal Dominikanerhaus

Einen außergewöhnlichen Vortrag unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen hielt pro homine Obmann Ewald Kreuzer am 12. Oktober 2020 im Festsaal des Steyrer Dominikanerhauses. Er sprach darüber, wie wir in Corona-Zeiten mit Ängsten und Depressionen umzugehen lernen.

Registrierung und Sitzplatz-Nummern

Erstmals in der Geschichte des Bildungshauses wurden die mit Nasen-Mund-Maske erschienenen Zuhörer beim Eingang gebeten, ihren Namen und ihre Telefonnummer anzugeben und erhielten eine zugewiesene Sitzplatznummer im Saal. Die Sitze waren jeweils mit Sicherheitsabstand aufgestellt. In ihrer Begrüßung bat Ingeborg Christl (Sekretariat Dominikanerhaus) um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme, um niemanden einem erhöhten Gesundheitsrisiko auszusetzen.

Viele Auswirkungen: Ängste, Einsamkeit, Zukunftssorgen

Mag. Ewald Kreuzer begann seinen Vortrag anhand von Fotos mit einem Rückblick auf den Beginn der Corona Pandemie, die sich in den ersten Monaten dieses Jahres rasend schnell von der chinesischen Stadt Wuhan über Europa in der ganzen Welt ausbreitete. In Form einer Powerpoint-Präsentation ging er insbesondere auf die Phänomene von Angst, Depression, Schlafstörungen und Einsamkeit ein, die bei vielen Menschen in der Bevölkerung durch den sogenannten „Lockdown“ und den damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens ausgelöst wurden. Interessanterweise hätten ältere Personen (die „Kriegsgeneration“) weit weniger Ängste und Sorgen vor dem Corona Virus gehabt als jüngere. Sie litten aber umso mehr unter Einsamkeit und sozialer Isolation, wenn sie etwa in Alten- und Pflegeheimen wohnten und lange Zeit nicht besucht werden durften. Auch die wirtschaftlichen und psychosozialen Auswirkungen der Corona Pandemie wurden angesprochen.

Krise als Chance zur Neubesinnung

Neben all den negativen Folgen führte die weltweite Krise durch Corona aber auch zu einem Umdenken. Viele Menschen hielten inne, entschleunigten ihr Arbeits- und Lebenstempo und entdeckten auf neue Weise den Wert von Familie, Freundschaften und Beziehungen und schöpften Kraft und Freude aus der bewusster als vorher wahrgenommenen Natur. Anhand eines „7-Säulen-Modells“ zeigte der Vortragende auf, wie unsere psychische Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt werden kann und was uns hilft, auch diese herausfordernde Zeit gut zu bewältigen.

Persönliches Erleben geschildert

Nach dem Vortrag, zu dem - wahrscheinlich coronabedingt - weniger Personen als in den Jahren zuvor kamen, gab es eine Premiere: Unter der Gesprächsmoderation von MMag. Renate Burgholzer (stellvertretende Obfrau von pro homine) schilderten alle anwesenden Zuhörer/innen, wie sie diese bewegende Zeit bisher erlebt haben. Auch eine anwesende Spitalsärztin teilte ihre beruflichen Erfahrungen und Empfindungen mit. So wurde dieser Abend neben dem spannenden Vortrag auch zu einem interessanten und bereichernden Erfahrungsaustausch.

Büchertisch zum Schmökern

Zum Abschluss des Vortrages konnten sich die Zuhörer am Büchertisch über interessante Fachliteratur zum Thema Angst, Depression, Einsamkeit und über die vielfältigen Angebote des Vereins pro homine informieren. Auf das geplante Buffet mit small talk musste heuer leider verzichtet werden.

Hinweis: Dieser Vortrag von Mag. Kreuzer wird am 16. Oktober 2020 im Klosterfestsaal der Benediktinerinnen in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) wiederholt (Beginn: 19.30 Uhr).

Bericht: Ewald Kreuzer, Claudia Anzinger (Fotos)  (Video)

Vortrag im Klosterfestsaal Steinerkirchen

Vortrag im Klosterfestsaal Steinerkirchen

Am 2. März 2020 hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer im Klosterfestsaal der Benediktinerinnen in Steinerkirchen vor über 60 Zuhörern einen Vortrag zum Thema "Von Depressionen geheilt – Wie der Weg aus ‚dunklen Nacht‘ gelingt".

Eingeladen hatte Pfarrer P. Alois Mühlbachler den Steyrer Theologen und Dipl. Lebensberater Ewald Kreuzer, nachdem er ihn bei der Solidaritätspreis-Verleihung im Vorjahr in Linz kennenlernte. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kath. Bildungswerk der Pfarre Steinerkirchen. Auch aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren einige Teilnehmer angereist. Der Saal war so voll besetzt, dass zusätzliche Sessel hereingestellt werden mussten, damit alle Interessierten einen Platz finden konnten.

Was hilft bei Depressionen?
Gespannt lauschten die Menschen dem Vortrag des Referenten, der das Thema ausführlich und von verschiedensten Seiten her erläuterte. Vor allem drei Säulen sind es, auf die eine wirksame Behandlung von Depressionen aufbaut: Medikamente, Psychotherapie und Soziotherapie. Besonders in der Akutphase sind Medikamente notwendig und hilfreich. Im Bereich der Psychotherapie können Klienten verschiedene für sie passende Angebote auswählen: Gesprächs-, Musik-, Schreib-, Mal-, Ergo- und sogar Reittherapie. Auch der Neuorientierung des eigenen Lebens kommt im Heilungsprozess besondere Bedeutung zu, etwa durch Umstellungen im beruflichen und persönlichen Bereich. Es gibt verschiedenste Wege, wie Betroffene ihre psychische Gesundheit wiedergewinnen und zu neuer Lebensfreude finden können.

Hinweis auf Selbsthilfegruppe Wels
Im Anschluss an den Vortrag, in dem auch offen über das oft verdrängte Tabuthema „Suizid“ gesprochen wurde, stellte Peer-Beraterin Ilse Ahammer die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor. Solch eine vom Verein pro homine betreute Gesprächsgruppe gibt es auch in der Nähe des Veranstaltungsortes Steinerkirchen in Wels. Die Treffen finden dort jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr im Proges Frauengesundheitszentrum in der Carl-Blum-Straße 3 statt.

Nach dem Vortrag standen viele Teilnehmer noch lange im angeregten Gespräch beisammen und deckten sich beim Info-Tisch mit Foldern und einer schriftlichen Kurzfassung des gehörten Vortrages ein.

Bericht: Ilse Ahammer, Ewald Kreuzer, Fotos: Ilse Ahammer

Welttag der psychischen Gesundheit: Vortrag im Dominikanerhaus Steyr

Renate Burgstaller berichtet über die SHG Steyr

"Von Depressionen geheilt“
lautete das Thema eines Powerpoint-Vortrages am 14. Oktober 2019, den pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer anlässlich des Internationalen Tages der psychischen Gesundheit im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr hielt. Über 30 Personen nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Werden psychisch Kranke vergessen?
Einleitend nahm der Referent auf einen Artikel in der „Presse“ Bezug, der am 10. Oktober 2019 (Weltgesundheitstag) mit der Schlagzeile erschien: „Vergessen wir die psychisch Kranken?“ Darin wird der eklatante Mangel in Österreich an Fachärzten für Psychiatrie und an Psychotherapeuten beklagt, der oft zu langen Wartezeiten führt. Dies kann aus einer akuten psychischen Krise zu einer chronischen Erkrankung führen. Jeder fünfte Mensch ist innerhalb eines Jahres von einer psychischen Erkrankung betroffen, fünf Prozent der Bevölkerung sind sogar schwer psychisch krank, den größten Anteil davon machen Angststörungen und Depressionen aus. Auch die Suizidrate ist mit 1224 Personen im Jahr 2017 in Österreich hoch (OÖ: 207) und übertrifft die Anzahl der Verkehrstoten.

Der Weg aus der „dunklen Nacht“
Wie der Weg vieler betroffener Menschen aus der „dunklen Nacht“ zurück zu neuer Lebensfreude gelingt, erläuterte Mag. Ewald Kreuzer anhand des „Drei-Säulen-Modells“, mit dem Depressionen heute wirksam behandelt und geheilt werden können. Neben Medikamenten, die besonders in der Akut-Phase notwendig sind, können Betroffene verschiedene Angebote aus dem Bereich der Psychotherapie nützen, die für sie hilfreich sind wie z.B. Schreib-, Musik-, Mal-, Ergo-, Gesprächs- oder Reittherapie. Ein wichtiges Augenmerk sollte beim Genesungsprozess unter dem Aspekt „Was tut mir gut?“ auch auf den persönlichen Lebensstil gerichtet werden, auf die familiären Beziehungen, auf das soziale Umfeld und auf den beruflichen Bereich. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe wirkt sich nach wissenschaftlichen Studien ebenfalls sehr positiv auf den Heilungsprozess aus. 

Infos über Selbsthilfegruppe und Büchertisch
Nach dem Vortrag und mehreren Anfragen aus dem Publikum informierte pro homine Vorstandsmitglied MMag. Renate Burgholzer über die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige, die sich jeden zweiten Montag im Monat im Dominikanerhaus trifft. Das pro homine SHG-Team Steyr bot auch einen Info-Tisch mit Fachliteratur und Folders zum Thema „Depression“ an, der von Claudia Anzinger und Renate Burgholzer betreut wurde.

Christian Pramhas sorgte in bewährter Weise mit Getränken und kleinen Snacks für die Bewirtung der nach dem Vortrag noch zum „Small Talk“ gebliebenen Zuhörer im Foyer. Unter ihnen befand sich auch Mag. Christoph Slupetzky, dem beim österreichischen Zweig des internationalen Pharma-Unternehmens Janssen für Patientenanliegen und Patientenorganisationen zuständigen Referenten, der eigens von Wien zum Vortrag angereist war und sich angeregt mit pro homine Obmann Ewald Kreuzer über die Behandlung von Depressionen austauschte.

Fotos
: Claudia Anzinger, Bericht: Ewald Kreuzer

Vortrag im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor

Eingang des Alten- und Pflegeheims Steyr-Tabor

„Depression im Alter“ lautete das Thema, über das pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer am 29. August 2019 im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor vor über 30 interessierten Zuhörern (Bewohner, Angehörige, Pflegepersonal) referierte. Dazu gab es auch einen Info-Tisch mit Foldern, Büchern und Broschüren. Das Thema war ganz auf alte Menschen zugeschnitten. Wie geht es jemanden, der von seiner gewohnten Umgebung wegkommt, von einem Haus in eine kleine Wohnung, in betreutes Wohnen, in ein Altenheim? Menschen, die sich von vielen ihrer geliebten Erinnerungsstücken trennen müssen, denn man kann ja nicht alles in nur "einen" Raum mitnehmen. Wie geht es jemanden, der langsam seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten einbüßt?

„War beeindruckt“
Eine Zuhörerin meinte: „Das Thema ‚Depression im Alter‘ wurde sehr einfühlsam und kompetent behandelt. Ich habe schon viele Vorträge von Herrn Kreuzer gehört und bin jedes Mal beeindruckt, wie er das Thema Depression immer wieder aus einem etwas anderen Blickwinkel präsentiert. Bei seinem nächsten Vortrag zum Thema ‚Von Depressionen geheilt‘ am 14. Oktober 2019 im Dominikanerhaus Steyr werde ich sicher wieder dabei sein.“
Im Anschluss an den Vortrag luden Heimleiter Michael Brantner und Pflegedienstleiterin Tanja Schürrer zum Buffet und Small Talk, bei dem sich noch viele interessante Gespräche und ein reger Gedankenaustausch ergaben.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Enormes Interesse in Pfarre Obergrünburg: Vortrag über „Wege aus Depression und Suizidgefahr“

Ewald Kreuzer referiert in Obergrünburg, 2019

Über Einladung des Kath. Bildungswerkes der Pfarre Obergrünburg hielt der Obmann des Vereines pro homine, Mag. Ewald Kreuzer aus Steyr, am 23. März 2019 einen viel beachteten Vortrag zum Thema "Wege aus Depression und Suizidgefahr". Über 70 Personen (!) folgten im dicht besetzten Saal des Pfarrheimes dem PowerPoint-Vortrag mit eingespielten Schilderungen von Betroffenen über ihre leidvollen Erfahrungen mit Depressionen. Auch Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren gekommen, die sich diesen interessanten Vortrag nicht entgehen lassen wollten.

Viele Wege zur Heilung
Mag. Ewald Kreuzer, der nach seinem Theologiestudium auch eine Ausbildung zum Dipl. Lebens- und Sozialberater absolvierte, stellte das bei der Behandlung von Depressionen in der Praxis gut bewährte „Drei-Säulen-Modell“ vor. Es umfasst neben der Einnahme von Medikamenten (besonders wichtig in der Akutphase einer Depression ) und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Umstellung der bisherigen Lebens- und Arbeitsweise. Die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe ist ebenfalls hilfreich und ermöglicht den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen. Der Verein pro homine bietet solche begleitete Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck an. Gesunde Ernährung, Bewegung in der Natur, soziale Kontakte und eine klare Tagesstruktur wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus. Es gilt, die negative Gedanken-Spirale zu durchbrechen und wieder zu einem erfüllten Leben zu finden.

Zurück in stabiles Leben
Im Anschluss an den mit viel Applaus bedachten Vortrag berichtete die junge Studentin B.S. aus Leonstein auf eindrucksvolle Weise, wie sie aus ihrer persönlichen Suizidgefahr wieder zu einem stabilen Leben gefunden hat. Peer-Beraterin Ilse Ahammer stellte die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor und lud zur Teilnahme ein. Der Info-Tisch des Vereins pro homine mit vielen Unterlagen, Foldern und Büchern fand reges Interesse beim Publikum.
Das engagierte Team des Pfarrheimes lud im Anschluss zu einer kulinarischen Stärkung ein, bei der noch so mancher lebhafte „small talk“ im Foyer geführt wurde.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Vöcklabrucker informieren sich

Nach dem Vortrag wird geplaudert

Im Oktober 2015 erweiterte „pro homine“ sein Angebot mit einem vierten Standort in Vöcklabruck, St. Klara Seminarhaus. Am 9. Oktober veranstaltete der Verein wieder einen öffentlichen Vortragsabend in Vöcklabruck. Mag. Ewald Kreuzer sprach zum Thema „Bin ich depressiv?“ und brachte ausführlich Zahlen und Fakten rund um das Thema. Außerdem gab es auch Hinweise wie man Depressionen erkennen kann und welche einfachen Mittel, neben einer medizinischen Betreuung, hilfreich sein können.

Im Anschluss an den Vortrag informierten Elisabeth Wagner und Andreas Lakits (sie begleiten die Gruppe) die Interessierten über die Gruppentreffen in Vöcklabruck, welche jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr stattfinden. Zwei Teilnehmerinnen teilten ihre guten und hilfreichen Erfahrungen aus den Gruppentreffen mit. Obwohl es ihnen seit längerer Zeit so gut geht wie schon lange nicht mehr und sie ihren Alltag gut alleine meistern, genießen sie das Vertrauen und die Wohlfühlatmosphäre in der Gruppe und besuchen diese daher gerne weiterhin. Ein reger Austausch unter den Besucher*innen erfolgte in der Pause und nach dem Vortrag bei Imbiss und Getränken.

An alle, die an dem Abend dabei waren: Danke für Ihr Kommen und Gratulation zu Ihrem Mut!

Bericht: Andreas Lakits, Fotos: Elisabeth Wagner

Vortrag am Tag der psychischen Gesundheit

Beim Vortrag am Tag der psychischen Gesundheit

Traditionell zum Internationalen Tag der psychischen Gesundheit hielt pro homine Vereinsobmann Mag. Ewald Kreuzer am 8. Oktober 2018 auch heuer einen Vortrag im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr. Der Vortrag stand unter dem Titel "Bin ich depressiv? - Erste Hilfe bei psychischen Problemen". Eingangs wurden die neuesten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) präsentiert. Diese verheißen leider nichts Gutes: Immer mehr Menschen sind unserer schnelllebigen und unter Leistungsdruck stehenden Gesellschaft nicht mehr gewachsen. Psychische Probleme nehmen zu, Suizide gibt es mehr als Tote im Straßenverkehr.

Hilfreich: „Drei-Säulen-Modell“

Neben dem Erkennen und den Ursachen von Depressionen stand deren wirksame Behandlung im Mittelpunkt des Vortrags. Es wurde dabei das „3-Säulen-Modell“ vorgestellt, das neben Medikamenten und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch die Selbsthilfe umfasst. Gerade dieser dritten Säule kommt besondere Bedeutung im Gesundheits- und Sozialwesen zu. Es ist wirklich wichtig, dass es unsere pro homine Selbsthilfegruppen gibt, wo man sich Rat und Hilfe holen kann. Peer-Beraterin Ilse Ahammer berichtete im Anschluss an den Vortrag von der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.

Zum Abschluss lud der Vortragende auf ein Stück Geburtstagstorte ein anlässlich seines 60. Geburtstages, den er vergangenes Monat in Kenia (Ostafrika) gefeiert hatte.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Vortrag in Wolfsbach: Was Männer gerne leben lässt

Ewald Kreuzer wird vorgestellt

Auf Einladung der Kath. Männerbewegung des Dekanats Haag (NÖ) hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer am 31. Oktober 2017 einen Vortrag zum Thema „Was Männer gerne leben lässt.“ KMB-Dekanatsobmann Johann Kojeder begrüßte im Pfarrheim Wolfsbach die Delegierten der Männergruppen im Dekanat Haag.

In seinem eineinhalbstündigen Vortrag, den Ewald Kreuzer wegen technischen Ausfalls des Beamers nicht wie vorgesehen mit einer vorbereiteten PowerPoint-Präsentation gestalten konnte, sondern völlig frei hielt, referierte er darüber, was Menschen nach Forschungsergebnissen des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung glücklich macht: körperliche und geistige Gesundheit, gute zwischen-menschliche Beziehungen, befriedigende Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Schönheiten des Lebens (Natur, Kunst, Musik, Hobbys etc.) genießen können, sowie eine philosophische bzw. religiöse Weltanschauung, die sich auch in schweren Lebenssituationen als hilfreich erweist.

Männliche Energien nützen

Anhand der vier männlichen Archetypen (König, Krieger, Magier, Liebhaber) wies der Vortragende auf die in jedem Mann vorhandenen schöpferischen Energien hin, die für ein erfülltes Leben als Mann genützt werden sollten. Ewald Kreuzer stellte die Aktivitäten des Vereins pro homine vor und wies insbesondere auf das Angebot begleiteter Selbsthilfegruppen hin, die allen Männern offen stehen, die an Depressionen oder Burnout leiden sowie auch deren Familienangehörigen. Ein Büchertisch mit vielen anregenden Informationen zur Gestaltung eines sinnerfüllten Lebens als Mann fand großes Interesse.

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Michael Obermüller

Vortrag am Weltgesundheitstag: „Sind Depressionen gar keine Krankheit?“

Till Mairhofer beim Vortrag

Am 10. Oktober 2017, dem Internationalen Tag der psychischen Gesundheit, lud der Verein pro homine in den Festsaal des Dominikanerhauses Steyr zu einer abendlichen Veranstaltung, in deren Mittelpunkt ein Vortrag zum Thema Depression stand.

Vortrag zum Thema Depression

Als Auftakt hielten pro homine Obmann Ewald Kreuzer und Till Mairhofer vom Marlen Haushofer Literaturforum Steyr einen Vortrag unter dem Titel „Sind Depressionen gar keine Krankheit?“ Dabei kommentierten sie die in Form einer Power Point Präsentation präsentierten Aussagen von Literaten (Peter Handke, Franz Kafka), Philosophen (Jean Paul Sartre, Friedrich Nietzsche), Theologen (Dorothee Sölle) und Psychologen (C. G. Jung, Matthew Hutson, Viktor Frankl) zu verschiedenen Sichtweisen und Empfindungen von Depressionen sowie über jene Antriebskräfte, die dem Leben einen Sinn geben. Aufgelockert wurde diese intellektuell herausfordernde Darbietung durch eingespielte Musikvideos.

In der anschließenden Pause konnten sich die zahlreichen Besucher bei mehreren Info-Tischen über Fachliteratur zum Thema Depression und über die Aktivitäten des Vereins pro homine näher informieren. Peer-Beraterin Ilse Ahammer und Co-Leiterin Renate Burgholzer gaben gerne Auskunft über die Treffen der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.

Tombola und Buffet

Anschließend wurden bei einer Tombola die Gewinner der in den letzten Monaten vom Verein pro homine angebotenen „Hoffnungs-Lose“ ermittelt und attraktive Preise an die Gewinner vergeben (siehe eigener Bericht).

Mit einem Buffet, wunderbar zubereitet von Frau Erna Pramhas (100 belegte Brötchen) und von Frau Anush Asatryan aus Armenien (köstliche Mehlspeisen) klang die gut besuchte Veranstaltung aus. Für eine schwungvolle musikalische Umrahmung sorgten P. Paul Mühlberger (Keyboard) und Rosi Ziebermair (Ziehharmonika).

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Ilse Ahammer

Vortrag für Männer: “Zwischen Lust und Frust”

Referent Ewald Kreuzer beim Vortrag

Über Einladung der Kath. Männerbewegung Haidershofen (NÖ) hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer einen Vortrag mit dem Titel: “MANN SEIN zwischen Lust und Frust”. Im Pfarrheim Haidershofen wurde er von KMB-Obmann Hans Kojeder als Gastreferent bei der diesjährigen Mitgliederversammlung, an der auch der örtliche Bürgermeister teilnahm, herzlich willkommen geheißen.

Neues Rollenverständnis

Als originellen Einstieg in seinen Vortrag lud Ewald Kreuzer alle Anwesenden zum gemeinsamen Singen des bekannten Liedes ein: “Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm...”. Nur ein Kinderlied? Fühlen sich Männer nicht auch oft in ihrer sozialen Rolle in Partnerschaft, Familie, Beruf und Gesellschaft verunsichert oder überfordert? Gibt es neben den männlichen Zerrbildern des “Macho” und des “Softie” auch eine positive Männerrolle? Seit den 1990-iger Jahren sei eine aktive Suche vieler Männer nach einem neuen Rollenverständnis festzustellen. Als Reaktion auf den Feminismus gehe es nun auch um eine Befreiung der Männer von einem Rollenverhalten, das ihnen von einem unmenschlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aufgezwungen wird und sie von ihrer Familie entfremdet.

Gefahren und Chancen der Männer

Der Referent wies auf die - statistisch belegte - ungünstige Lebenssituation der Männer in unserer Gesellschaft hin: “Männer arbeiten länger und sterben früher, sind dreimal so stark suizid- und suchtgefährdet wie Frauen, sind doppelt so oft chronisch krank, neigen viel mehr zu Depressionen und Burnout, sind das Ziel von 70% aller Mordversuche, aber auch die Verursacher von 95% aller Gewaltdelikte”. Daher sei es dringend notwendig, dass Männer den Mut haben, wichtige Bereiche ihres Lebens auf eine neue Grundlage zu stellen. Konkrete Schritte dazu sind: den eigenen Vater wieder zu entdecken und sich mit ihm auszusöhnen, in der Sexualität Grenzen zu beachten, gute Beziehungen zu Frauen aufzubauen, seinen Kindern ein echter Vater zu sein, eine befriedigende Arbeit auszuüben, Männer-Freundschaften zu pflegen und Raum auch für die spirituelle Dimension des Lebens zu geben.

Angeregte Diskussion

Nach dem Vortrag, dem auch mehrere Frauen gespannt lauschten, kam es zu einer angeregten Diskussion und vielen persönlichen Gesprächen beim anschließenden Buffet. Ein Büchertisch informierte über aktuelle Männer-Literatur und über die vom Verein pro homine angebotenen Aktivitäten und Selbsthilfegruppen, die besonders auch Männern in schwierigen Lebenssituationen offen stehen.

Fotos: Michael Obermüller (KMB Haidershofen)

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