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Gelungene Premiere: Vortrag und Lesung zu „Rat und Hilfe bei Depressionen“

Bei der Lesung

Großen Anklang fand eine Veranstaltung am 10. Oktober 2022, dem Internationalen Tag der psychischen Gesundheit, die der Verein pro homine gemeinsam mit dem Dominikanerhaus Steyr organisierte. Im Festsaal hielt Obmann Mag. Ewald Kreuzer, Theologe und Diplom-Lebensberater, einen Vortrag zum Thema „Rat und Hilfe bei Depressionen“. Er erläuterte auf leicht verständliche Art mögliche Ursachen und Auslöser dieser psychischen Erkrankung, wie sie als solche überhaupt erkannt und wirksam behandelt werden kann. Anhand einer Powerpoint-Präsentation präsentierte er auch aktuelle Daten, wie viele Personen jedes Jahr weltweit, in Europa und in Österreich an Depressionen erkranken. Zunehmend betroffen sind Jugendliche und Kinder.

Depressive Menschen besonders suizidgefährdet

Auch das in unserer Gesellschaft oft tabuisierte Thema „Suizid“ wurde im Vortrag offen angesprochen. Besonders signifikant: Drei Viertel aller Suizide werden von Männern verübt. 90 Prozent aller Suizide haben eine psychische Erkrankung als Ursache wie etwa Depressionen. Daher sei es wichtig, der Suizidprävention eine erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Es stünden viele Beratungseinrichtungen zur Verfügung, die rund um die Uhr und kostenlos kontaktiert werden können, wies Ewald Kreuzer besonders auf die Telefonseelsorge (Tel. 142) und die Krisenhilfe OÖ (Tel. 0732/2177) hin.

Leseauszüge aus dem Buch „Neu aufblühen!“

Berührende Berichte von ehemals Betroffenen konnten die Besucher der Veranstaltung in einer Lesung aus dem Buch „Neu aufblühen!“ hören. Sie wurde von Claudia Anzinger vorgetragen, die mit Illustrationen und Fotos das vom Verein für psychische Gesundheit in dreijähriger Redaktionsarbeit zusammengestellte Buch mitgestaltet hat. Darin beschreiben Menschen, wie sie aus ihren Depressionen, Ängsten und Suizidgedanken zu neuer Lebensfreude zurückfanden. So schildert eine 24jährige Studentin, wie sie aus ihrer tiefen Sinnkrise herausfand und ihre Selbstmordgedanken überwand. Auch die bewegende Geschichte einer Kindergärtnerin war zu hören, die seit ihrer Kindheit an Depressionen litt und sich von ihrer Umgebung unverstanden fühlte. Sie lernte schließlich, dem nachzuspüren, was ihr guttut und sich nicht selbst zu überfordern. Mit ihrer persönlichen Geschichte will sie andere ermutigen, niemals aufzugeben.

Ratgeber-Buch beim Verein pro homine erhältlich

Viele Besucher dieser Kombinations-Veranstaltung aus Vortrag und Lesung nutzten das Angebot, sich das leicht lesbare Buch „Neu aufblühen!“ als praktischen Ratgeber mitzunehmen. Da es von der OÖ Gesundheitskassa mit einem Druckkostenbeitrag gefördert wurde, kann der Verein es allen Interessenten gegen eine freiwillige Spende anbieten. Das Buch ist direkt beim Verein pro homine erhältlich: Michaelerplatz 11, 4400 Steyr, Tel. 0664/2311570, Mail: pro-homine@gmx.at

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: pro homine Team

Vortrag zum Welttag der psychischen Gesundheit

Vortrag im Dominikanerhaus
Vortrag im Dominikanerhaus

Am 11. Oktober 2021 hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Depression – warum gerade jetzt?“ Anlass war der Internationale Tag der psychischen Gesundheit, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals im Jahr 1992 ausgerufen wurde und seitdem jeweils am 10. Oktober weltweit begangen wird. Er soll auf die psychische Gesundheit von Menschen aufmerksam machen, über psychische Krankheiten informieren und die Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen ausdrücken.

Psychische Erkrankungen am häufigsten

Zu Beginn seines Vortrages stellte Ewald Kreuzer die von der WHO beschriebene Definition von „Gesundheit“ vor. Demnach sei Gesundheit das „vollständige körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Unter allen Krankheiten machen die psychischen Erkrankungen den größten Anteil aus. Ca. 350 Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen, alleine in Europa 40 Millionen und in Österreich 900.000 Frauen und Männer. Erkannte Depressionen können durch Medikamente (Anti-Depressiva), vielfältige Psychotherapie-Formen und einer Verbesserung der Lebensgestaltung wirksam behandelt und geheilt werden.

Depression als Signal zur Lebensänderung

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung verglich die Depression mit dem Besuch einer „Dame in Schwarz“, die draußen an der Tür klopft, um eine bestimmte Botschaft zu überbringen. Was will sie den Betroffenen sagen? Warum tritt die Depression gerade zu einem bestimmten Lebenszeitpunkt auf? Im Rückblick auf eine durchgemachte Depression entdecken viele Menschen sogar einen Sinn, veränderten ihr bisheriges Leben und achten nun sorgsamer auf sich selbst. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Suizide in Österreich (von denen zu zwei Drittel Männer betroffen sind) und denen in den allermeisten Fällen psychische Erkrankungen zugrunde liegen, seit mehreren Jahren rückläufig ist. Dies zeigt, dass die Präventivmaßnahmen erfolgreich sind.

Neben Corona auch „psychische Pandemie“

Warum treten psychische Probleme gerade in diesen Zeiten so häufig auf? Psychische Probleme gab es bereits vor der Corona-Pandemie, diese habe sie aber verstärkt. Besonders bei jungen Menschen, die nicht wie ältere Generationen mit Krieg, Bedrohung und Schicksalsschlägen aufgewachsen sind, habe die Sorge wegen Corona oft zu Angst, Einsamkeit, Schlafstörungen und Depressionen geführt. Kinder- und Jugendpsychiater sprechen sogar von einer „psychischen Pandemie“, von der viele junge Menschen betroffen sind. Umso wichtiger sei es daher, die psychische Widerstandskraft zu stärken.

Stärkung der Widerstandskräfte wichtig

Die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, bezeichnet man als „Resilienz“. Im Vortrag gab Ewald Kreuzer dazu viele wertvolle Impulse, wie das „mentale Immunsystem“ gestärkt werden kann. Er brachte es zusammenfassend für die Bedeutung von Resilienz mit einem launigen Zitat von Pipi Langstrumpf auf den Punkt: „Der Sturm wird stärker. Das macht nichts. Ich auch.“

Selbsthilfegruppe und Buch-Vorstellung

Zum Abschluss seines Vortrages informierte pro homine Obmann Ewald Kreuzer über die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige, die sich jeden zweiten Montag im Monat im Dominikanerhaus trifft und auch gemeinsame Freizeitaktivitäten unternimmt. Er stellte auch das von ihm herausgegebene Buch des Vereins pro homine vor mit dem Titel: „Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen“. Es erscheint in Kürze und enthält viele Erfahrungsberichte von Betroffenen. Das Buch kann direkt beim Verein bestellt werden: Tel. 0664/2311570, Mail: pro-homine@gmx.at.

Fotos: Claudia Anzinger, Martin Postlmayr

Vortrag in Steyr: „SOS – Psyche im Ausnahmezustand“

Festsaal Dominikanerhaus

Einen außergewöhnlichen Vortrag unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen hielt pro homine Obmann Ewald Kreuzer am 12. Oktober 2020 im Festsaal des Steyrer Dominikanerhauses. Er sprach darüber, wie wir in Corona-Zeiten mit Ängsten und Depressionen umzugehen lernen.

Registrierung und Sitzplatz-Nummern

Erstmals in der Geschichte des Bildungshauses wurden die mit Nasen-Mund-Maske erschienenen Zuhörer beim Eingang gebeten, ihren Namen und ihre Telefonnummer anzugeben und erhielten eine zugewiesene Sitzplatznummer im Saal. Die Sitze waren jeweils mit Sicherheitsabstand aufgestellt. In ihrer Begrüßung bat Ingeborg Christl (Sekretariat Dominikanerhaus) um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme, um niemanden einem erhöhten Gesundheitsrisiko auszusetzen.

Viele Auswirkungen: Ängste, Einsamkeit, Zukunftssorgen

Mag. Ewald Kreuzer begann seinen Vortrag anhand von Fotos mit einem Rückblick auf den Beginn der Corona Pandemie, die sich in den ersten Monaten dieses Jahres rasend schnell von der chinesischen Stadt Wuhan über Europa in der ganzen Welt ausbreitete. In Form einer Powerpoint-Präsentation ging er insbesondere auf die Phänomene von Angst, Depression, Schlafstörungen und Einsamkeit ein, die bei vielen Menschen in der Bevölkerung durch den sogenannten „Lockdown“ und den damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens ausgelöst wurden. Interessanterweise hätten ältere Personen (die „Kriegsgeneration“) weit weniger Ängste und Sorgen vor dem Corona Virus gehabt als jüngere. Sie litten aber umso mehr unter Einsamkeit und sozialer Isolation, wenn sie etwa in Alten- und Pflegeheimen wohnten und lange Zeit nicht besucht werden durften. Auch die wirtschaftlichen und psychosozialen Auswirkungen der Corona Pandemie wurden angesprochen.

Krise als Chance zur Neubesinnung

Neben all den negativen Folgen führte die weltweite Krise durch Corona aber auch zu einem Umdenken. Viele Menschen hielten inne, entschleunigten ihr Arbeits- und Lebenstempo und entdeckten auf neue Weise den Wert von Familie, Freundschaften und Beziehungen und schöpften Kraft und Freude aus der bewusster als vorher wahrgenommenen Natur. Anhand eines „7-Säulen-Modells“ zeigte der Vortragende auf, wie unsere psychische Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt werden kann und was uns hilft, auch diese herausfordernde Zeit gut zu bewältigen.

Persönliches Erleben geschildert

Nach dem Vortrag, zu dem - wahrscheinlich coronabedingt - weniger Personen als in den Jahren zuvor kamen, gab es eine Premiere: Unter der Gesprächsmoderation von MMag. Renate Burgholzer (stellvertretende Obfrau von pro homine) schilderten alle anwesenden Zuhörer/innen, wie sie diese bewegende Zeit bisher erlebt haben. Auch eine anwesende Spitalsärztin teilte ihre beruflichen Erfahrungen und Empfindungen mit. So wurde dieser Abend neben dem spannenden Vortrag auch zu einem interessanten und bereichernden Erfahrungsaustausch.

Büchertisch zum Schmökern

Zum Abschluss des Vortrages konnten sich die Zuhörer am Büchertisch über interessante Fachliteratur zum Thema Angst, Depression, Einsamkeit und über die vielfältigen Angebote des Vereins pro homine informieren. Auf das geplante Buffet mit small talk musste heuer leider verzichtet werden.

Hinweis: Dieser Vortrag von Mag. Kreuzer wird am 16. Oktober 2020 im Klosterfestsaal der Benediktinerinnen in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) wiederholt (Beginn: 19.30 Uhr).

Bericht: Ewald Kreuzer, Claudia Anzinger (Fotos)  (Video)

Vortrag im Klosterfestsaal Steinerkirchen

Am 2. März 2020 hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer im Klosterfestsaal der Benediktinerinnen in Steinerkirchen vor über 60 Zuhörern einen Vortrag zum Thema "Von Depressionen geheilt – Wie der Weg aus ‚dunklen Nacht‘ gelingt".

Eingeladen hatte Pfarrer P. Alois Mühlbachler den Steyrer Theologen und Dipl. Lebensberater Ewald Kreuzer, nachdem er ihn bei der Solidaritätspreis-Verleihung im Vorjahr in Linz kennenlernte. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kath. Bildungswerk der Pfarre Steinerkirchen. Auch aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren einige Teilnehmer angereist. Der Saal war so voll besetzt, dass zusätzliche Sessel hereingestellt werden mussten, damit alle Interessierten einen Platz finden konnten.

Was hilft bei Depressionen?
Gespannt lauschten die Menschen dem Vortrag des Referenten, der das Thema ausführlich und von verschiedensten Seiten her erläuterte. Vor allem drei Säulen sind es, auf die eine wirksame Behandlung von Depressionen aufbaut: Medikamente, Psychotherapie und Soziotherapie. Besonders in der Akutphase sind Medikamente notwendig und hilfreich. Im Bereich der Psychotherapie können Klienten verschiedene für sie passende Angebote auswählen: Gesprächs-, Musik-, Schreib-, Mal-, Ergo- und sogar Reittherapie. Auch der Neuorientierung des eigenen Lebens kommt im Heilungsprozess besondere Bedeutung zu, etwa durch Umstellungen im beruflichen und persönlichen Bereich. Es gibt verschiedenste Wege, wie Betroffene ihre psychische Gesundheit wiedergewinnen und zu neuer Lebensfreude finden können.

Hinweis auf Selbsthilfegruppe Wels
Im Anschluss an den Vortrag, in dem auch offen über das oft verdrängte Tabuthema „Suizid“ gesprochen wurde, stellte Peer-Beraterin Ilse Ahammer die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor. Solch eine vom Verein pro homine betreute Gesprächsgruppe gibt es auch in der Nähe des Veranstaltungsortes Steinerkirchen in Wels. Die Treffen finden dort jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr im Proges Frauengesundheitszentrum in der Carl-Blum-Straße 3 statt.

Nach dem Vortrag standen viele Teilnehmer noch lange im angeregten Gespräch beisammen und deckten sich beim Info-Tisch mit Foldern und einer schriftlichen Kurzfassung des gehörten Vortrages ein.

Bericht: Ilse Ahammer, Ewald Kreuzer, Fotos: Ilse Ahammer

Welttag der psychischen Gesundheit: Vortrag im Dominikanerhaus Steyr

Renate Burgholzer berichtet über die SHG Steyr

"Von Depressionen geheilt“
lautete das Thema eines Powerpoint-Vortrages am 14. Oktober 2019, den pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer anlässlich des Internationalen Tages der psychischen Gesundheit im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr hielt. Über 30 Personen nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Werden psychisch Kranke vergessen?
Einleitend nahm der Referent auf einen Artikel in der „Presse“ Bezug, der am 10. Oktober 2019 (Weltgesundheitstag) mit der Schlagzeile erschien: „Vergessen wir die psychisch Kranken?“ Darin wird der eklatante Mangel in Österreich an Fachärzten für Psychiatrie und an Psychotherapeuten beklagt, der oft zu langen Wartezeiten führt. Dies kann aus einer akuten psychischen Krise zu einer chronischen Erkrankung führen. Jeder fünfte Mensch ist innerhalb eines Jahres von einer psychischen Erkrankung betroffen, fünf Prozent der Bevölkerung sind sogar schwer psychisch krank, den größten Anteil davon machen Angststörungen und Depressionen aus. Auch die Suizidrate ist mit 1224 Personen im Jahr 2017 in Österreich hoch (OÖ: 207) und übertrifft die Anzahl der Verkehrstoten.

Der Weg aus der „dunklen Nacht“
Wie der Weg vieler betroffener Menschen aus der „dunklen Nacht“ zurück zu neuer Lebensfreude gelingt, erläuterte Mag. Ewald Kreuzer anhand des „Drei-Säulen-Modells“, mit dem Depressionen heute wirksam behandelt und geheilt werden können. Neben Medikamenten, die besonders in der Akut-Phase notwendig sind, können Betroffene verschiedene Angebote aus dem Bereich der Psychotherapie nützen, die für sie hilfreich sind wie z.B. Schreib-, Musik-, Mal-, Ergo-, Gesprächs- oder Reittherapie. Ein wichtiges Augenmerk sollte beim Genesungsprozess unter dem Aspekt „Was tut mir gut?“ auch auf den persönlichen Lebensstil gerichtet werden, auf die familiären Beziehungen, auf das soziale Umfeld und auf den beruflichen Bereich. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe wirkt sich nach wissenschaftlichen Studien ebenfalls sehr positiv auf den Heilungsprozess aus. 

Infos über Selbsthilfegruppe und Büchertisch
Nach dem Vortrag und mehreren Anfragen aus dem Publikum informierte pro homine Vorstandsmitglied MMag. Renate Burgholzer über die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige, die sich jeden zweiten Montag im Monat im Dominikanerhaus trifft. Das pro homine SHG-Team Steyr bot auch einen Info-Tisch mit Fachliteratur und Folders zum Thema „Depression“ an, der von Claudia Anzinger und Renate Burgholzer betreut wurde.

Christian Pramhas sorgte in bewährter Weise mit Getränken und kleinen Snacks für die Bewirtung der nach dem Vortrag noch zum „Small Talk“ gebliebenen Zuhörer im Foyer. Unter ihnen befand sich auch Mag. Christoph Slupetzky, dem beim österreichischen Zweig des internationalen Pharma-Unternehmens Janssen für Patientenanliegen und Patientenorganisationen zuständigen Referenten, der eigens von Wien zum Vortrag angereist war und sich angeregt mit pro homine Obmann Ewald Kreuzer über die Behandlung von Depressionen austauschte.

Fotos
: Claudia Anzinger, Bericht: Ewald Kreuzer

Vortrag im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor

Eingang des Alten- und Pflegeheims Steyr-Tabor

„Depression im Alter“ lautete das Thema, über das pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer am 29. August 2019 im Alten- und Pflegeheim Steyr-Tabor vor über 30 interessierten Zuhörern (Bewohner, Angehörige, Pflegepersonal) referierte. Dazu gab es auch einen Info-Tisch mit Foldern, Büchern und Broschüren. Das Thema war ganz auf alte Menschen zugeschnitten. Wie geht es jemanden, der von seiner gewohnten Umgebung wegkommt, von einem Haus in eine kleine Wohnung, in betreutes Wohnen, in ein Altenheim? Menschen, die sich von vielen ihrer geliebten Erinnerungsstücken trennen müssen, denn man kann ja nicht alles in nur "einen" Raum mitnehmen. Wie geht es jemanden, der langsam seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten einbüßt?

„War beeindruckt“
Eine Zuhörerin meinte: „Das Thema ‚Depression im Alter‘ wurde sehr einfühlsam und kompetent behandelt. Ich habe schon viele Vorträge von Herrn Kreuzer gehört und bin jedes Mal beeindruckt, wie er das Thema Depression immer wieder aus einem etwas anderen Blickwinkel präsentiert. Bei seinem nächsten Vortrag zum Thema ‚Von Depressionen geheilt‘ am 14. Oktober 2019 im Dominikanerhaus Steyr werde ich sicher wieder dabei sein.“
Im Anschluss an den Vortrag luden Heimleiter Michael Brantner und Pflegedienstleiterin Tanja Schürrer zum Buffet und Small Talk, bei dem sich noch viele interessante Gespräche und ein reger Gedankenaustausch ergaben.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Enormes Interesse in Pfarre Obergrünburg: Vortrag über „Wege aus Depression und Suizidgefahr“

Ewald Kreuzer referiert in Obergrünburg, 2019

Über Einladung des Kath. Bildungswerkes der Pfarre Obergrünburg hielt der Obmann des Vereines pro homine, Mag. Ewald Kreuzer aus Steyr, am 23. März 2019 einen viel beachteten Vortrag zum Thema "Wege aus Depression und Suizidgefahr". Über 70 Personen (!) folgten im dicht besetzten Saal des Pfarrheimes dem PowerPoint-Vortrag mit eingespielten Schilderungen von Betroffenen über ihre leidvollen Erfahrungen mit Depressionen. Auch Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Steyr waren gekommen, die sich diesen interessanten Vortrag nicht entgehen lassen wollten.

Viele Wege zur Heilung
Mag. Ewald Kreuzer, der nach seinem Theologiestudium auch eine Ausbildung zum Dipl. Lebens- und Sozialberater absolvierte, stellte das bei der Behandlung von Depressionen in der Praxis gut bewährte „Drei-Säulen-Modell“ vor. Es umfasst neben der Einnahme von Medikamenten (besonders wichtig in der Akutphase einer Depression ) und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Umstellung der bisherigen Lebens- und Arbeitsweise. Die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe ist ebenfalls hilfreich und ermöglicht den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen. Der Verein pro homine bietet solche begleitete Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck an. Gesunde Ernährung, Bewegung in der Natur, soziale Kontakte und eine klare Tagesstruktur wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf aus. Es gilt, die negative Gedanken-Spirale zu durchbrechen und wieder zu einem erfüllten Leben zu finden.

Zurück in stabiles Leben
Im Anschluss an den mit viel Applaus bedachten Vortrag berichtete die junge Studentin B.S. aus Leonstein auf eindrucksvolle Weise, wie sie aus ihrer persönlichen Suizidgefahr wieder zu einem stabilen Leben gefunden hat. Peer-Beraterin Ilse Ahammer stellte die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige vor und lud zur Teilnahme ein. Der Info-Tisch des Vereins pro homine mit vielen Unterlagen, Foldern und Büchern fand reges Interesse beim Publikum.
Das engagierte Team des Pfarrheimes lud im Anschluss zu einer kulinarischen Stärkung ein, bei der noch so mancher lebhafte „small talk“ im Foyer geführt wurde.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Vöcklabrucker informieren sich

Nach dem Vortrag wird geplaudert

Im Oktober 2015 erweiterte „pro homine“ sein Angebot mit einem vierten Standort in Vöcklabruck, St. Klara Seminarhaus. Am 9. Oktober veranstaltete der Verein wieder einen öffentlichen Vortragsabend in Vöcklabruck. Mag. Ewald Kreuzer sprach zum Thema „Bin ich depressiv?“ und brachte ausführlich Zahlen und Fakten rund um das Thema. Außerdem gab es auch Hinweise wie man Depressionen erkennen kann und welche einfachen Mittel, neben einer medizinischen Betreuung, hilfreich sein können.

Im Anschluss an den Vortrag informierten Elisabeth Wagner und Andreas Lakits (sie begleiten die Gruppe) die Interessierten über die Gruppentreffen in Vöcklabruck, welche jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr stattfinden. Zwei Teilnehmerinnen teilten ihre guten und hilfreichen Erfahrungen aus den Gruppentreffen mit. Obwohl es ihnen seit längerer Zeit so gut geht wie schon lange nicht mehr und sie ihren Alltag gut alleine meistern, genießen sie das Vertrauen und die Wohlfühlatmosphäre in der Gruppe und besuchen diese daher gerne weiterhin. Ein reger Austausch unter den Besucher*innen erfolgte in der Pause und nach dem Vortrag bei Imbiss und Getränken.

An alle, die an dem Abend dabei waren: Danke für Ihr Kommen und Gratulation zu Ihrem Mut!

Bericht: Andreas Lakits, Fotos: Elisabeth Wagner

Vortrag am Tag der psychischen Gesundheit

Beim Vortrag am Tag der psychischen Gesundheit

Traditionell zum Internationalen Tag der psychischen Gesundheit hielt pro homine Vereinsobmann Mag. Ewald Kreuzer am 8. Oktober 2018 auch heuer einen Vortrag im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr. Der Vortrag stand unter dem Titel "Bin ich depressiv? - Erste Hilfe bei psychischen Problemen". Eingangs wurden die neuesten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) präsentiert. Diese verheißen leider nichts Gutes: Immer mehr Menschen sind unserer schnelllebigen und unter Leistungsdruck stehenden Gesellschaft nicht mehr gewachsen. Psychische Probleme nehmen zu, Suizide gibt es mehr als Tote im Straßenverkehr.

Hilfreich: „Drei-Säulen-Modell“

Neben dem Erkennen und den Ursachen von Depressionen stand deren wirksame Behandlung im Mittelpunkt des Vortrags. Es wurde dabei das „3-Säulen-Modell“ vorgestellt, das neben Medikamenten und verschiedenen Angeboten der Psychotherapie auch die Selbsthilfe umfasst. Gerade dieser dritten Säule kommt besondere Bedeutung im Gesundheits- und Sozialwesen zu. Es ist wirklich wichtig, dass es unsere pro homine Selbsthilfegruppen gibt, wo man sich Rat und Hilfe holen kann. Peer-Beraterin Ilse Ahammer berichtete im Anschluss an den Vortrag von der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.

Zum Abschluss lud der Vortragende auf ein Stück Geburtstagstorte ein anlässlich seines 60. Geburtstages, den er vergangenes Monat in Kenia (Ostafrika) gefeiert hatte.

Bericht: Ilse Ahammer (Fotos), Ewald Kreuzer

Vortrag in Wolfsbach: Was Männer gerne leben lässt

Ewald Kreuzer wird vorgestellt

Auf Einladung der Kath. Männerbewegung des Dekanats Haag (NÖ) hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer am 31. Oktober 2017 einen Vortrag zum Thema „Was Männer gerne leben lässt.“ KMB-Dekanatsobmann Johann Kojeder begrüßte im Pfarrheim Wolfsbach die Delegierten der Männergruppen im Dekanat Haag.

In seinem eineinhalbstündigen Vortrag, den Ewald Kreuzer wegen technischen Ausfalls des Beamers nicht wie vorgesehen mit einer vorbereiteten PowerPoint-Präsentation gestalten konnte, sondern völlig frei hielt, referierte er darüber, was Menschen nach Forschungsergebnissen des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung glücklich macht: körperliche und geistige Gesundheit, gute zwischen-menschliche Beziehungen, befriedigende Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Schönheiten des Lebens (Natur, Kunst, Musik, Hobbys etc.) genießen können, sowie eine philosophische bzw. religiöse Weltanschauung, die sich auch in schweren Lebenssituationen als hilfreich erweist.

Männliche Energien nützen

Anhand der vier männlichen Archetypen (König, Krieger, Magier, Liebhaber) wies der Vortragende auf die in jedem Mann vorhandenen schöpferischen Energien hin, die für ein erfülltes Leben als Mann genützt werden sollten. Ewald Kreuzer stellte die Aktivitäten des Vereins pro homine vor und wies insbesondere auf das Angebot begleiteter Selbsthilfegruppen hin, die allen Männern offen stehen, die an Depressionen oder Burnout leiden sowie auch deren Familienangehörigen. Ein Büchertisch mit vielen anregenden Informationen zur Gestaltung eines sinnerfüllten Lebens als Mann fand großes Interesse.

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Michael Obermüller

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