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Vereinsausflug in den Botanischen Garten Linz

Im Botanischen Garten Linz
Im Botanischen Garten Linz

Der heurige pro homine Vereinsausflug begann am Samstag, 10. September 2022 bei Sonnenschein auf der Gugl in Linz. Das gemeinsame Ziel war der Botanische Garten, der auf 4,2 Hektar mit rund 10.000 verschiedenen Pflanzenarten zu den schönsten Anlagen Europas zählt und im heurigen Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert. Teilnehmer der Linzer und Steyrer Selbsthilfegruppe waren mit dabei, ebenso mehrere Vorstandsmitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Beim Eingang zum Botanischen Garten entstand auch gleich das erste fröhliche Gruppenbild.

Überraschungen im „Garten der Vielfalt“

Von hier aus ging man in Kleingruppen, um den „Garten der Vielfalt“ zu entdecken, zu bestaunen, zu fotografieren, sich zu wundern oder die Natur einfach auf sich wirken zu lassen. In fünf Gewächshäusern gab es viele exotische Pflanzen zu bestaunen und auch eine einzigartige Sammlung von Kakteen und wunderschönen seltenen Orchideen. Eine besonders interessante Sonderschau war zu sehen über „Fleischfressende Pflanzen“, wo es vieles zu bewundern gab.

Nicht nur Bäume, kleine Pflanzen und Tiere sorgten für Überraschungen im „Garten der Vielfalt“. Wir entdeckten auch Tafeln mit gefühlvollen Gedichten und Texten und originellen Skulpturen. Auch über „Hörerlebnisse der besonderen Art“ unter so manchem Baum wunderten wir uns. Unser Sehen, Fühlen, Hören und Schmecken (wir kosteten auch die Kräuter und Himbeeren) wurde durch ein Gewitter unterbrochen und so ergaben sich auch nette Gespräche im Gartencafe „Orchidee“ bei Kaffee und Kuchen.

Grüne Gärten sind gut für unsere Seele

Viele von uns erlebten diesen herbstlichen Spaziergang durch den Botanischen Garten wie ein „Ankommen in einer Oase“, wo wir die Hektik des Alltags kurz vergessen konnten. Solche spannenden Expeditionen durch die Natur laden uns ein, öfter zu Fuß unterwegs zu sein und die Wälder so zu hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben.

Vielleicht möchtest du ja bald mit deinem Kind, Enkel- oder Urenkelkind einen Baum pflanzen oder Radieschen, Karotten oder Blumen? Weil Gärten gut für unsere Seele sind und das GRÜN auch unseren Augen guttut. Wir finden sogar seelischen Trost in der Begegnung mit der Natur.

Bericht: Claudia Anzinger, Fotos: Maria Müller, Claudia Anzinger, Private Aufnahmen

Sommerheuriger 2022 – klein, aber fein!

Sommerheuriger 2022
Sommerheuriger 2022

Der pro homine Sommerheuriger 2022 fand entgegen aller Erwartung heuer nur in stark verkleinerter Runde statt. Beim beliebten Steyrer Heurigenlokal „Sepplhub“ trafen sich am Freitag, 15. Juli 2022 bei strahlendem Sonnenschein und gemütlicher Gastgarten-Atmosphäre Ewald Kreuzer, Christian Pramhas und Johannes Gasplmayr vom Vorstandsteam sowie Ilse Ahammer und Wolfgang Glaser, der diese beliebte Freizeitveranstaltung vor vielen Jahren initiiert hatte und die seitdem zur festen Tradition im Vereinsleben zählt. Die „Stammtisch-Runde“ plauderte über dies und das und genoss die kulinarischen Angebote der freundlichen Gastwirtin Karin Mayr. Auch wenn der diesjährige Sommerheuriger „klein und fein“ war, würden wir uns beim nächsten Mal doch wieder über zahlreichen Besuch sehr freuen!

Bericht & Foto: Ewald Kreuzer


Gelungener „Tag der Begegnung“ in Steyr

Auf dem Stadtplatz

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“,

war der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber überzeugt. Bereits zum siebenten Mal fand am 30. Juni 2022 am Steyrer Stadtplatz der „Tag der Begegnung“ statt. Initiator und Organisator der beeindruckenden Veranstaltung ist Wolfgang Glaser, dem es als Rollstuhlfahrer ein besonderes Anliegen ist, dass Menschen mit und ohne Behinderungen körperlicher oder psychischer Art miteinander ins direkte Gespräch kommen und so Scheu und Isolation überwinden und Vorurteile abbauen. Gelegenheit dazu boten acht Organisationen, die sich mit Infoständen an diesem Projekt beteiligten: Lebenshilfe OÖ, pro mente OÖ, Empowerment-Center des KI-I, Miteinander GmbH, Assista, Volkshilfe OÖ, FAB Organos Eule sowie PRO HOMINE - Verein für psychische Gesundheit. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung auch heuer wieder vom blinden Liedermacher Walter Stöger, der mit seinen tiefsinnigen Songs begeisterte.

Gutschein und Buch fanden großes Interesse

Wie bereits in den vergangenen Jahren, postierte sich das fünfköpfige pro homine Team (Martin Postlmayr, Andrea Wimmer, Claudia Anzinger, Maria Müller, Ewald Kreuzer) mit einem Infostand direkt gegenüber der Stadtapotheke. In dieser stark frequentierten Zone kam es zu vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen. Großes Interesse fand neben den Gutscheinen für einen kostenlosen Besuch der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige auch das aufgelegte Buch „Neu aufblühen!“, das der Verein pro homine mit finanzieller Unterstützung der OÖ Gesundheitskassa als hilfreichen Ratgeber publizierte und anbot.

Viel positives Feedback

„Von vielen jungen Menschen kam viel positives Feedback“, freute sich Claudia Anzinger vom pro homine Team. „Die meisten bestärkten uns, weiter zu bauen an den Brücken zueinander, miteinander zu reden und gemeinsam etwas zu unternehmen.“ Das Interesse der Steyrer Bevölkerung und Wochenmarkt-Besucher war groß. Auch zwei Lehrerinnen kamen beim pro homine Stand vorbei und meinten, dass das Thema „Depressionen“ mittlerweile auch in den Schulen ein großes Thema geworden ist.

Stadtpolitik lobt Engagement

Auch mehrere Stadtpolitiker statteten dem pro homine Stand einen Besuch ab. Die beiden SPÖ-Vizebürgermeister Michael Schodermayr (zuständig für Soziales und Gesundheit) und Anna-Maria Demmelmayr, NEOS-Gemeinderat Pit Freisais sowie die frühere ÖVP-Gemeinderätin Ursula Voglsam informierten sich aus erster Hand im „small talk“ mit Obmann Ewald Kreuzer. Dieser überreichte ein Exemplar des vereinseigenen Buches „Neu aufblühen!“, in dem Rat und Hilfe bei Depressionen angeboten wird und viele ermutigende Erfahrungsberichte von Betroffenen zu lesen sind. Die Steyrer Kommunalpolitiker dankten für das große Engagement und sprachen sich sehr lobend über die Vereinsaktivitäten zur Förderung der psychischen Gesundheit aus.

Bericht: Ewald Kreuzer / Claudia Anzinger

Fotos: Claudia Anzinger, Wolfgang Glaser, Ewald Kreuzer

Generalversammlung ehrt Mitglieder und wählt neuen Vorstand

Johannes Gasplmayr geehrt
Johannes Gasplmayr geehrt

Bei der am 14. Mai 2022 im Steyrer Gasthof Bauer stattgefundenen Generalversammlung von PRO HOMINE – Verein für psychische Gesundheit wurden besonders verdienstvolle Mitglieder geehrt: Ilse Ahammer für ihr langjähriges großartiges Engagement bei der Organisation von Freizeitaktivitäten der Selbsthilfegruppe Steyr sowie Maria Müller und Johannes Gasplmayr für deren über 20-jährige Mitgliedschaft beim Verein pro homine.

Vorstandsteam gewählt
Einstimmig wählten die Teilnehmer an der Generalversammlung auch ein fünfköpfiges Vorstandsteam, das für die nächsten drei Jahre die Geschicke des Vereins leiten wird. Ihm gehören an: Ewald Kreuzer (Obmann), Birgit Kastner und Renate Burgholzer (beide stellvertretende Obfrauen) sowie Christian Pramhas (Finanzreferent) und Johannes Gasplmayr (Stv. Finanzreferent). Zu Finanzprüferinnen wurden erneut Ilse Ahammer und Maria Müller bestellt. Zuvor wurde der bisherige Vorstand mit seinem Finanzreferenten Christian Pramhas von der Generalversammlung entlastet und der genauen Buchhaltung durch Johannes Gasplmayr ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt.

Vielfältige Angebote an Selbsthilfegruppen
SHG-Koordinatorin Birgit Kastner informierte über den aktuellen Stand der Tätigkeiten über die pro homine Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck sowie über die während der letzten beiden "Corona-Jahre" angebotene online-Selbsthilfegruppe. Besonders hervorgehoben wurden auch die Aktivitäten der Steyrer Freizeitgruppe, die mit Martin Postlmayr unter dem Motto "Walking & Talking" gerne kleine Wanderungen unternimmt, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Ratgeber-Buch „Neu aufblühen!“ präsentiert
Ein Highlight der Generalversammlung war die Präsentation des vereinseigenen Buches mit dem Titel "Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen". Das Redaktionsteam, bestehend aus Renate Burgholzer, Christian Pramhas, Claudia Anzinger und Ewald Kreuzer, berichtete von seiner mehrjährigen spannenden und herausfordernden Arbeit. Sie reichte von der Zusammenstellung der inhaltlichen Beiträge und umfangreichen Recherchen bis zur Illustration, der Auswahl der Fotos, dem Layout und nicht zuletzt der Findung eines ansprechenden Buchtitels. Als Geschenk erhielt jedes anwesende Vereinsmitglied diesen wertvollen und hilfreichen Ratgeber mit authentischen Erfahrungsberichten von Betroffenen, die berühren und vor allem ermutigen, niemals aufzugeben. Bei Interesse kann dieses Buch auch telefonisch, per Mail oder persönlich im Vereinsbüro gegen eine freiwillige Spende bestellt werden: Michaelerplatz 11, 4400 Steyr, Tel. 0664 2311570, Mail: pro-homine@gmx.at

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Ilse Ahammer, Claudia Anzinger, Ewald Kreuzer

pro homine unterstützt Mental Health Jugendvolksbegehren

Eintragungswoche: 2.-9. Mai 2022

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert und durch die Covid-19-Pandemie einen alarmierenden Höhepunkt erreicht: Mehr als jeder zweite Jugendliche leidet an depressiven Symptomatiken und sogar jeder Sechste denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. (Studie der Donau Universität Krems, 2021).

Wenn ich Zahnschmerzen habe und deswegen zur Zahnärztin gehe, ist es das Normalste der Welt. Wenn es mir aber psychisch nicht gut geht und ich zum Psychologen gehe, werde ich schräg angesehen. Das ist der Grund dafür, dass die Antwort auf „Wie geht‘s dir?“ fast immer ein “gut“ ist – weil psychische Gesundheit immer noch ein Tabuthema ist. Die psychische Gesundheit darf nichts sein, was wir klein reden oder wofür wir uns schämen. Darüber sprechen, wie über Kopfweh. Betroffenen helfen, wie nach einem Sturz.

Verantwortlich fpr dieses Volksbegehren ist die Initiative „Gut, und selbst?“ – ein Zusammenschluss von vielen NGOs, Vereinen, Unternehmen und Institutionen, denen die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein Herzensanliegen ist.

"Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, alle Projekte und Initiativen, die es bereits zu dem Thema gibt, zu bündeln und im Zeichen der Stärke und Größe gemeinsam als Initiative “Gut, und selbst?” aufzutreten. Wir wollen enttabuisieren, Bewusstsein schaffen und ermutigen – und um das zu verwirklichen, ist sowohl das “System” und die Politik gefragt, aber auch jede einzelne in Österreich lebende Person", heißt es auf der Website https://gutundselbst.at/volksbegehren/

SO KANNST DU UNTERSCHREIBEN

ONLINE

Du kannst mit deiner elektronischen Signatur (Handy-Signatur oder Bürgerkarte) in weniger als einer Minute unterschreiben.

AM AMT

Du kannst auch in jeder beliebigen Gemeinde, jedem Magistrat oder magistratischen Bezirksamt (unabhängig von deinem Wohnsitz) unterschreiben.

Wir ziehen am gleichen Strang!

Davon ist die Vereinsleitung von pro homine überzeugt. "Deshalb unterstützen wir auch voll und ganz dieses Volksbegehren und machen Mut, sich zu beteiligen und für das psychische Wohl von Kindern und Jugendlichen einzutreten", betont Mag. Ewald Kreuzer.

Vortrag zum Welttag der psychischen Gesundheit

Vortrag im Dominikanerhaus
Vortrag im Dominikanerhaus

Am 11. Oktober 2021 hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Depression – warum gerade jetzt?“ Anlass war der Internationale Tag der psychischen Gesundheit, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals im Jahr 1992 ausgerufen wurde und seitdem jeweils am 10. Oktober weltweit begangen wird. Er soll auf die psychische Gesundheit von Menschen aufmerksam machen, über psychische Krankheiten informieren und die Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen ausdrücken.

Psychische Erkrankungen am häufigsten

Zu Beginn seines Vortrages stellte Ewald Kreuzer die von der WHO beschriebene Definition von „Gesundheit“ vor. Demnach sei Gesundheit das „vollständige körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Unter allen Krankheiten machen die psychischen Erkrankungen den größten Anteil aus. Ca. 350 Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen, alleine in Europa 40 Millionen und in Österreich 900.000 Frauen und Männer. Erkannte Depressionen können durch Medikamente (Anti-Depressiva), vielfältige Psychotherapie-Formen und einer Verbesserung der Lebensgestaltung wirksam behandelt und geheilt werden.

Depression als Signal zur Lebensänderung

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung verglich die Depression mit dem Besuch einer „Dame in Schwarz“, die draußen an der Tür klopft, um eine bestimmte Botschaft zu überbringen. Was will sie den Betroffenen sagen? Warum tritt die Depression gerade zu einem bestimmten Lebenszeitpunkt auf? Im Rückblick auf eine durchgemachte Depression entdecken viele Menschen sogar einen Sinn, veränderten ihr bisheriges Leben und achten nun sorgsamer auf sich selbst. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Suizide in Österreich (von denen zu zwei Drittel Männer betroffen sind) und denen in den allermeisten Fällen psychische Erkrankungen zugrunde liegen, seit mehreren Jahren rückläufig ist. Dies zeigt, dass die Präventivmaßnahmen erfolgreich sind.

Neben Corona auch „psychische Pandemie“

Warum treten psychische Probleme gerade in diesen Zeiten so häufig auf? Psychische Probleme gab es bereits vor der Corona-Pandemie, diese habe sie aber verstärkt. Besonders bei jungen Menschen, die nicht wie ältere Generationen mit Krieg, Bedrohung und Schicksalsschlägen aufgewachsen sind, habe die Sorge wegen Corona oft zu Angst, Einsamkeit, Schlafstörungen und Depressionen geführt. Kinder- und Jugendpsychiater sprechen sogar von einer „psychischen Pandemie“, von der viele junge Menschen betroffen sind. Umso wichtiger sei es daher, die psychische Widerstandskraft zu stärken.

Stärkung der Widerstandskräfte wichtig

Die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, bezeichnet man als „Resilienz“. Im Vortrag gab Ewald Kreuzer dazu viele wertvolle Impulse, wie das „mentale Immunsystem“ gestärkt werden kann. Er brachte es zusammenfassend für die Bedeutung von Resilienz mit einem launigen Zitat von Pipi Langstrumpf auf den Punkt: „Der Sturm wird stärker. Das macht nichts. Ich auch.“

Selbsthilfegruppe und Buch-Vorstellung

Zum Abschluss seines Vortrages informierte pro homine Obmann Ewald Kreuzer über die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige, die sich jeden zweiten Montag im Monat im Dominikanerhaus trifft und auch gemeinsame Freizeitaktivitäten unternimmt. Er stellte auch das von ihm herausgegebene Buch des Vereins pro homine vor mit dem Titel: „Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen“. Es erscheint in Kürze und enthält viele Erfahrungsberichte von Betroffenen. Das Buch kann direkt beim Verein bestellt werden: Tel. 0664/2311570, Mail: pro-homine@gmx.at.

Fotos: Claudia Anzinger, Martin Postlmayr

Generalversammlung beschließt neuen Vereinsnamen

Vereinsversammling_2021
Vereinsversammling 2021

Am 8. Oktober 2021 fand über Beschluss des Vorstandes eine außerordentliche Generalversammlung des Vereins pro homine im Steyrer Gasthof Santa statt. Diese war notwendig geworden, weil dringende Entscheidungen für die zukünftige Ausrichtung anstünden, wie pro homine Obmann Ewald Kreuzer erklärte. Im Zuge der Neuauflage unserer Vereins-Folder und der Herausgabe des vereinseigenen Buches „Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen“ sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, die bisherigen Vereinsstatuten inhaltlich zu überarbeiten und auf das nötige Mindestmaß zu vereinfachen.

Rückblick und Ausblick unserer Vereinstätigkeit

Ewald Kreuzer hielt einen kurzen Rückblick auf die bisherige Vereinsgeschichte. Als im Jahr 2003 der Verein „pro homine“ gegründet wurde und die rechtliche Nachfolge des bereits bestehenden Vereins „Concordia“ antrat, wurde in den damaligen Statuten der Tätigkeitsbereich des Vereins bewusst sehr weit gefasst. Dies kam mit der Zusatzbezeichnung „Beratung und Begleitung auf allen Lebenswegen“, die auch zum Slogan wurde, zum Ausdruck. In den folgenden Jahren kristallisierte sich immer mehr heraus, dass der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit im Bereich der psychischen Gesundheit liegt. Dies soll künftig auch für jeden, der pro homine noch nicht kennt, schon aus dem Vereinsnamen ersichtlich sein.

„PRO HOMINE – Verein für psychische Gesundheit“

Der neue Vereinsname soll schon auf den ersten Blick signalisieren, worum es uns geht und wofür wir uns engagieren. Der lateinische Name „pro homine“ (für den Menschen) bleibt als unser langjährig bekanntes Markenzeichen auch weiterhin bestehen. Statt des bisherigen Zusatzes „Beratung und Begleitung auf allen Lebenswegen“ wird dieser nunmehr lauten: „Verein für psychische Gesundheit“. Damit wird bereits im Namen klar ausgedrückt, was auch der Vereinszweck in den neuen Statuten so festlegt: die Förderung der psychischen Gesundheit mit dem Ziel einer Verbesserung der individuellen Lebensqualität.

Weitere Änderungen betreffen die verschiedenen Arten der Mitgliedschaft sowie eine deutliche Vereinfachung der vereinsinternen Organisationsstruktur. Statt aufwändiger Funktionsbeschreibungen in den Vereinsstatuten festzuschreiben, informiert ein aktuelles Organigramm auf der Homepage über die Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder und der vom Vorstand beauftragten Organe.

Versammlungen künftig auch online möglich

Die Erfahrungen während der Corona-Pandemie machte auch eine wichtige neue Regelung notwendig: Bei Vorliegen besonderer Umstände können Generalversammlungen und Vorstandstreffen künftig auch online in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Ebenfalls beschlossen wurde, dass künftig eine Generalversammlung regulär alle drei Jahre (statt bisher zwei) abgehalten wird und dem entsprechend auch die Funktionsdauer des Vorstandes von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Es stellte sich nämlich heraus, dass zwei Jahre ein zu kurzer Zeitraum sind, um manche Projekte während einer Funktionsdauer umzusetzen. Darüber hinaus spart diese Änderung auch erhebliche Kosten für die Vorbereitung und Organisation der Generalversammlung. Dankenswerterweise haben sich alle derzeitigen Vorstandsmitglieder und die Rechnungsprüferinnen bereit erklärt, ihre Funktionen ein Jahr länger als vorgesehen auszuüben.

Alle Änderungen der bisherigen Vereinsstatuten wurden nach allgemeiner Diskussion einstimmig von der außerordentlichen Generalversammlung beschlossen. Ein Redaktionsteam wird nun die neuen Vereinsstatuten im genauen Wortlaut schriftlich ausarbeiten und dem Vorstand zur offiziellen Einreichung bei der Vereinsbehörde bereitstellen.

„20 Jahre Verein pro homine“

Im Jahr 2023 wird die nächste ordentliche Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer stattfinden. Außerdem werden wir in diesem Jahr auch ein besonderes Jubiläum feiern: „20 Jahre Verein pro homine“.

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Claudia Anzinger

Steyrer Freizeitgruppe aktiv unterwegs

Die von Martin Postlmayr ins Leben gerufene Freizeitgruppe unserer Steyrer pro homine Selbsthilfegruppe hat bereits zwei schöne Herbstwanderungen unternommen. Hier sein Erlebnisbericht mit einigen Fotos dieser gemeinsam verbrachten Zeit:

Überquerung des Kraftwerks Garsten

Am Treffpunkt Reithoffer-Parkplatz trafen wir uns am Samstag, 28. August 2021 um 15 Uhr. In einer bunten Gruppe von fünf Personen gingen wir bei zunächst wechselhaftem Wetter am Oberen Schiffweg in Richtung Garsten los. Nach einigen leichten Regenschauern beruhigte sich das Wetter und wir konnten bei sehr angenehmer Temperatur die Enns beim Kraftwerk in Garsten überqueren. Über den Bergerweg erreichten wir dann wieder die Stadt Steyr. Nach zwei Stunden Gehzeit, die mit Gesprächen untereinander schnell verging, kehrten wir über die Neuschönauer-Brücke zurück zum Parkplatz. Im nah gelegenen Cafe Winkler ließen wir den schönen gemeinsamen Nachmittag sehr gemütlich bei Kaffee und Mehlspeise ausklingen.

Wanderung durch die Au zum pro homine Bäumchen

Unsere zweite Wanderung am Samstag, 25. September 2021 führte in das Gebiet der Unterhimmler Au. Treffpunkt war der Parkplatz an der Brücke in Unterhimmel. In einer Gruppe von acht Personen ging es dann entlang der Steyr auf einem Waldweg nach Rosenegg und über die Streuobstwiese zu unserem pro homine Zwetschken-Bäumchen. Der gemütliche Gastgarten des Cafe Drahtzug bildete bei traumhaftem Wetter eine angenehme Kulisse für entspannte Plaudereien bei Kaffee und Apfelstrudel. Nach 10 Minuten Gehzeit erreichten wir wieder den Parkplatz, wo wir noch unserer Wanderer-Kollegin Sonja zu ihrem bevorstehenden sonntäglichen Geburtstag herzlich gratulierten!

Fotos: Martin Postlmayr, Claudia Anzinger.  Hier geht es zu noch mehr Fotos.

Steyrer Selbsthilfegruppe trifft sich wieder ab 10. Mai

Gegen Depression und Einsamkeit

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 nehmen psychische Belastungen und Erkrankungen zu. Zahlreiche Menschen leiden an Depressionen, Ängste, Schlafstörungen und Einsamkeit. Der Verein pro homine startet ab Mai wieder mit seinen begleiteten Selbsthilfegruppen in Steyr, Wels und Vöcklabruck.

„In den vergangenen Monaten konnten wir zu Betroffenen und Angehörigen nur per Telefon und über WhatsApp Kontakt halten. Zudem boten wir eine Online-Selbsthilfegruppe an“, berichtet Ewald Kreuzer, Gründer und Obmann des Vereins pro homine. Der Steyrer Theologe und Diplom-Lebensberater hat mit einem ambitionierten Team ein Netzwerk von Selbsthilfegruppen in Oberösterreich ins Leben gerufen und dafür den Solidaritätspreis 2019 erhalten.

Treffen im Dominikanerhaus

„Sozialkontakte sind für die psychische Gesundheit wichtig und der Austausch mit anderen Menschen lebensnotwendig“, betont Ewald Kreuzer. Nach der coronabedingten Zwangspause ist daher die Freude groß, nun wieder regelmäßige Selbsthilfegruppen-Treffen abhalten zu können. Ab Mai nehmen die pro homine Selbsthilfegruppen in Steyr und Vöcklabruck ihre Gruppentreffen wieder auf, ab Juni folgt die Gruppe in Wels und ab Herbst auch in Linz. Alle Treffen sind behördlich genehmigt und finden unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen statt wie Tragen von FFP2-Masken, Hände desinfizieren, Abstand halten, Lüften der Räume, Erfassung der Kontaktdaten der teilnehmenden Personen.

Das nächste Treffen der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit psychischen Belastungen und deren Angehörige findet am Montag, 10. Mai 2021 um 19.30 Uhr im Dominikanerhaus (Grünmarkt 1, 2. Stock) statt. Das Begleitteam Renate Burgholzer, Ewald Kreuzer, Doris Steinmaßl und Gerlinde Oberbramberger steht den Teilnehmenden gerne als Gesprächspartner zur Verfügung. Weitere Treffen: jeden zweiten Montag im Monat (19.30 Uhr, Dominikanerhaus). //

TIPS Vöcklabruck: „Psychische Erkrankungen kann man nicht sehen“

Ein Beitrag von Katharina Wurzer in der Online-Ausgabe der TIPS Vöcklabruck beginnt mit diesen Worten: <br>

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 nehmen psychische Belastungen und Erkrankungen zu. Studien der Donau-Universität Krems zeigen etwa, dass sich depressive Symptome, Ängste oder Schlafprobleme mindestens verdreifachten. Ein Angebot, das Abhilfe schaffen möchte, sind die Selbsthilfegruppen des Vereins Pro Homine. Tips hat sich mit Anneliese Gnigler und August Weinheimer unterhalten. Die Gruppe in Vöcklabruck startet am Dienstag, 11. Mai um 19 Uhr im Lebzelterhaus.

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