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Vortrag zum Welttag der psychischen Gesundheit

Vortrag im Dominikanerhaus
Vortrag im Dominikanerhaus

Am 11. Oktober 2021 hielt pro homine Obmann Mag. Ewald Kreuzer im Festsaal des Dominikanerhauses Steyr einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Depression – warum gerade jetzt?“ Anlass war der Internationale Tag der psychischen Gesundheit, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals im Jahr 1992 ausgerufen wurde und seitdem jeweils am 10. Oktober weltweit begangen wird. Er soll auf die psychische Gesundheit von Menschen aufmerksam machen, über psychische Krankheiten informieren und die Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen ausdrücken.

Psychische Erkrankungen am häufigsten

Zu Beginn seines Vortrages stellte Ewald Kreuzer die von der WHO beschriebene Definition von „Gesundheit“ vor. Demnach sei Gesundheit das „vollständige körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Unter allen Krankheiten machen die psychischen Erkrankungen den größten Anteil aus. Ca. 350 Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen, alleine in Europa 40 Millionen und in Österreich 900.000 Frauen und Männer. Erkannte Depressionen können durch Medikamente (Anti-Depressiva), vielfältige Psychotherapie-Formen und einer Verbesserung der Lebensgestaltung wirksam behandelt und geheilt werden.

Depression als Signal zur Lebensänderung

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung verglich die Depression mit dem Besuch einer „Dame in Schwarz“, die draußen an der Tür klopft, um eine bestimmte Botschaft zu überbringen. Was will sie den Betroffenen sagen? Warum tritt die Depression gerade zu einem bestimmten Lebenszeitpunkt auf? Im Rückblick auf eine durchgemachte Depression entdecken viele Menschen sogar einen Sinn, veränderten ihr bisheriges Leben und achten nun sorgsamer auf sich selbst. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Suizide in Österreich (von denen zu zwei Drittel Männer betroffen sind) und denen in den allermeisten Fällen psychische Erkrankungen zugrunde liegen, seit mehreren Jahren rückläufig ist. Dies zeigt, dass die Präventivmaßnahmen erfolgreich sind.

Neben Corona auch „psychische Pandemie“

Warum treten psychische Probleme gerade in diesen Zeiten so häufig auf? Psychische Probleme gab es bereits vor der Corona-Pandemie, diese habe sie aber verstärkt. Besonders bei jungen Menschen, die nicht wie ältere Generationen mit Krieg, Bedrohung und Schicksalsschlägen aufgewachsen sind, habe die Sorge wegen Corona oft zu Angst, Einsamkeit, Schlafstörungen und Depressionen geführt. Kinder- und Jugendpsychiater sprechen sogar von einer „psychischen Pandemie“, von der viele junge Menschen betroffen sind. Umso wichtiger sei es daher, die psychische Widerstandskraft zu stärken.

Stärkung der Widerstandskräfte wichtig

Die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, bezeichnet man als „Resilienz“. Im Vortrag gab Ewald Kreuzer dazu viele wertvolle Impulse, wie das „mentale Immunsystem“ gestärkt werden kann. Er brachte es zusammenfassend für die Bedeutung von Resilienz mit einem launigen Zitat von Pipi Langstrumpf auf den Punkt: „Der Sturm wird stärker. Das macht nichts. Ich auch.“

Selbsthilfegruppe und Buch-Vorstellung

Zum Abschluss seines Vortrages informierte pro homine Obmann Ewald Kreuzer über die Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige, die sich jeden zweiten Montag im Monat im Dominikanerhaus trifft und auch gemeinsame Freizeitaktivitäten unternimmt. Er stellte auch das von ihm herausgegebene Buch des Vereins pro homine vor mit dem Titel: „Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen“. Es erscheint in Kürze und enthält viele Erfahrungsberichte von Betroffenen. Das Buch kann direkt beim Verein bestellt werden: Tel. 0664/2311570, Mail: pro-homine@gmx.at.

Fotos: Claudia Anzinger, Martin Postlmayr

Generalversammlung beschließt neuen Vereinsnamen

Vereinsversammling_2021
Vereinsversammling 2021

Am 8. Oktober 2021 fand über Beschluss des Vorstandes eine außerordentliche Generalversammlung des Vereins pro homine im Steyrer Gasthof Santa statt. Diese war notwendig geworden, weil dringende Entscheidungen für die zukünftige Ausrichtung anstünden, wie pro homine Obmann Ewald Kreuzer erklärte. Im Zuge der Neuauflage unserer Vereins-Folder und der Herausgabe des vereinseigenen Buches „Neu aufblühen! Rat und Hilfe bei Depressionen“ sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, die bisherigen Vereinsstatuten inhaltlich zu überarbeiten und auf das nötige Mindestmaß zu vereinfachen.

Rückblick und Ausblick unserer Vereinstätigkeit

Ewald Kreuzer hielt einen kurzen Rückblick auf die bisherige Vereinsgeschichte. Als im Jahr 2003 der Verein „pro homine“ gegründet wurde und die rechtliche Nachfolge des bereits bestehenden Vereins „Concordia“ antrat, wurde in den damaligen Statuten der Tätigkeitsbereich des Vereins bewusst sehr weit gefasst. Dies kam mit der Zusatzbezeichnung „Beratung und Begleitung auf allen Lebenswegen“, die auch zum Slogan wurde, zum Ausdruck. In den folgenden Jahren kristallisierte sich immer mehr heraus, dass der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit im Bereich der psychischen Gesundheit liegt. Dies soll künftig auch für jeden, der pro homine noch nicht kennt, schon aus dem Vereinsnamen ersichtlich sein.

„PRO HOMINE – Verein für psychische Gesundheit“

Der neue Vereinsname soll schon auf den ersten Blick signalisieren, worum es uns geht und wofür wir uns engagieren. Der lateinische Name „pro homine“ (für den Menschen) bleibt als unser langjährig bekanntes Markenzeichen auch weiterhin bestehen. Statt des bisherigen Zusatzes „Beratung und Begleitung auf allen Lebenswegen“ wird dieser nunmehr lauten: „Verein für psychische Gesundheit“. Damit wird bereits im Namen klar ausgedrückt, was auch der Vereinszweck in den neuen Statuten so festlegt: die Förderung der psychischen Gesundheit mit dem Ziel einer Verbesserung der individuellen Lebensqualität.

Weitere Änderungen betreffen die verschiedenen Arten der Mitgliedschaft sowie eine deutliche Vereinfachung der vereinsinternen Organisationsstruktur. Statt aufwändiger Funktionsbeschreibungen in den Vereinsstatuten festzuschreiben, informiert ein aktuelles Organigramm auf der Homepage über die Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder und der vom Vorstand beauftragten Organe.

Versammlungen künftig auch online möglich

Die Erfahrungen während der Corona-Pandemie machte auch eine wichtige neue Regelung notwendig: Bei Vorliegen besonderer Umstände können Generalversammlungen und Vorstandstreffen künftig auch online in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Ebenfalls beschlossen wurde, dass künftig eine Generalversammlung regulär alle drei Jahre (statt bisher zwei) abgehalten wird und dem entsprechend auch die Funktionsdauer des Vorstandes von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Es stellte sich nämlich heraus, dass zwei Jahre ein zu kurzer Zeitraum sind, um manche Projekte während einer Funktionsdauer umzusetzen. Darüber hinaus spart diese Änderung auch erhebliche Kosten für die Vorbereitung und Organisation der Generalversammlung. Dankenswerterweise haben sich alle derzeitigen Vorstandsmitglieder und die Rechnungsprüferinnen bereit erklärt, ihre Funktionen ein Jahr länger als vorgesehen auszuüben.

Alle Änderungen der bisherigen Vereinsstatuten wurden nach allgemeiner Diskussion einstimmig von der außerordentlichen Generalversammlung beschlossen. Ein Redaktionsteam wird nun die neuen Vereinsstatuten im genauen Wortlaut schriftlich ausarbeiten und dem Vorstand zur offiziellen Einreichung bei der Vereinsbehörde bereitstellen.

„20 Jahre Verein pro homine“

Im Jahr 2023 wird die nächste ordentliche Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer stattfinden. Außerdem werden wir in diesem Jahr auch ein besonderes Jubiläum feiern: „20 Jahre Verein pro homine“.

Bericht: Ewald Kreuzer, Fotos: Claudia Anzinger

Steyrer Freizeitgruppe aktiv unterwegs

Die von Martin Postlmayr ins Leben gerufene Freizeitgruppe unserer Steyrer pro homine Selbsthilfegruppe hat bereits zwei schöne Herbstwanderungen unternommen. Hier sein Erlebnisbericht mit einigen Fotos dieser gemeinsam verbrachten Zeit:

Überquerung des Kraftwerks Garsten

Am Treffpunkt Reithoffer-Parkplatz trafen wir uns am Samstag, 28. August 2021 um 15 Uhr. In einer bunten Gruppe von fünf Personen gingen wir bei zunächst wechselhaftem Wetter am Oberen Schiffweg in Richtung Garsten los. Nach einigen leichten Regenschauern beruhigte sich das Wetter und wir konnten bei sehr angenehmer Temperatur die Enns beim Kraftwerk in Garsten überqueren. Über den Bergerweg erreichten wir dann wieder die Stadt Steyr. Nach zwei Stunden Gehzeit, die mit Gesprächen untereinander schnell verging, kehrten wir über die Neuschönauer-Brücke zurück zum Parkplatz. Im nah gelegenen Cafe Winkler ließen wir den schönen gemeinsamen Nachmittag sehr gemütlich bei Kaffee und Mehlspeise ausklingen.

Wanderung durch die Au zum pro homine Bäumchen

Unsere zweite Wanderung am Samstag, 25. September 2021 führte in das Gebiet der Unterhimmler Au. Treffpunkt war der Parkplatz an der Brücke in Unterhimmel. In einer Gruppe von acht Personen ging es dann entlang der Steyr auf einem Waldweg nach Rosenegg und über die Streuobstwiese zu unserem pro homine Zwetschken-Bäumchen. Der gemütliche Gastgarten des Cafe Drahtzug bildete bei traumhaftem Wetter eine angenehme Kulisse für entspannte Plaudereien bei Kaffee und Apfelstrudel. Nach 10 Minuten Gehzeit erreichten wir wieder den Parkplatz, wo wir noch unserer Wanderer-Kollegin Sonja zu ihrem bevorstehenden sonntäglichen Geburtstag herzlich gratulierten!

Fotos: Martin Postlmayr, Claudia Anzinger.  Hier geht es zu noch mehr Fotos.

Steyrer Selbsthilfegruppe trifft sich wieder ab 10. Mai

Gegen Depression und Einsamkeit

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 nehmen psychische Belastungen und Erkrankungen zu. Zahlreiche Menschen leiden an Depressionen, Ängste, Schlafstörungen und Einsamkeit. Der Verein pro homine startet ab Mai wieder mit seinen begleiteten Selbsthilfegruppen in Steyr, Wels und Vöcklabruck.

„In den vergangenen Monaten konnten wir zu Betroffenen und Angehörigen nur per Telefon und über WhatsApp Kontakt halten. Zudem boten wir eine Online-Selbsthilfegruppe an“, berichtet Ewald Kreuzer, Gründer und Obmann des Vereins pro homine. Der Steyrer Theologe und Diplom-Lebensberater hat mit einem ambitionierten Team ein Netzwerk von Selbsthilfegruppen in Oberösterreich ins Leben gerufen und dafür den Solidaritätspreis 2019 erhalten.

Treffen im Dominikanerhaus

„Sozialkontakte sind für die psychische Gesundheit wichtig und der Austausch mit anderen Menschen lebensnotwendig“, betont Ewald Kreuzer. Nach der coronabedingten Zwangspause ist daher die Freude groß, nun wieder regelmäßige Selbsthilfegruppen-Treffen abhalten zu können. Ab Mai nehmen die pro homine Selbsthilfegruppen in Steyr und Vöcklabruck ihre Gruppentreffen wieder auf, ab Juni folgt die Gruppe in Wels und ab Herbst auch in Linz. Alle Treffen sind behördlich genehmigt und finden unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen statt wie Tragen von FFP2-Masken, Hände desinfizieren, Abstand halten, Lüften der Räume, Erfassung der Kontaktdaten der teilnehmenden Personen.

Das nächste Treffen der Steyrer Selbsthilfegruppe für Menschen mit psychischen Belastungen und deren Angehörige findet am Montag, 10. Mai 2021 um 19.30 Uhr im Dominikanerhaus (Grünmarkt 1, 2. Stock) statt. Das Begleitteam Renate Burgholzer, Ewald Kreuzer, Doris Steinmaßl und Gerlinde Oberbramberger steht den Teilnehmenden gerne als Gesprächspartner zur Verfügung. Weitere Treffen: jeden zweiten Montag im Monat (19.30 Uhr, Dominikanerhaus). //

TIPS Vöcklabruck: „Psychische Erkrankungen kann man nicht sehen“

Ein Beitrag von Katharina Wurzer in der Online-Ausgabe der TIPS Vöcklabruck beginnt mit diesen Worten: <br>

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 nehmen psychische Belastungen und Erkrankungen zu. Studien der Donau-Universität Krems zeigen etwa, dass sich depressive Symptome, Ängste oder Schlafprobleme mindestens verdreifachten. Ein Angebot, das Abhilfe schaffen möchte, sind die Selbsthilfegruppen des Vereins Pro Homine. Tips hat sich mit Anneliese Gnigler und August Weinheimer unterhalten. Die Gruppe in Vöcklabruck startet am Dienstag, 11. Mai um 19 Uhr im Lebzelterhaus.

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Vortrag in Steyr: „SOS – Psyche im Ausnahmezustand“

Festsaal Dominikanerhaus

Einen außergewöhnlichen Vortrag unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen hielt pro homine Obmann Ewald Kreuzer am 12. Oktober 2020 im Festsaal des Steyrer Dominikanerhauses. Er sprach darüber, wie wir in Corona-Zeiten mit Ängsten und Depressionen umzugehen lernen.

Registrierung und Sitzplatz-Nummern

Erstmals in der Geschichte des Bildungshauses wurden die mit Nasen-Mund-Maske erschienenen Zuhörer beim Eingang gebeten, ihren Namen und ihre Telefonnummer anzugeben und erhielten eine zugewiesene Sitzplatznummer im Saal. Die Sitze waren jeweils mit Sicherheitsabstand aufgestellt. In ihrer Begrüßung bat Ingeborg Christl (Sekretariat Dominikanerhaus) um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme, um niemanden einem erhöhten Gesundheitsrisiko auszusetzen.

Viele Auswirkungen: Ängste, Einsamkeit, Zukunftssorgen

Mag. Ewald Kreuzer begann seinen Vortrag anhand von Fotos mit einem Rückblick auf den Beginn der Corona Pandemie, die sich in den ersten Monaten dieses Jahres rasend schnell von der chinesischen Stadt Wuhan über Europa in der ganzen Welt ausbreitete. In Form einer Powerpoint-Präsentation ging er insbesondere auf die Phänomene von Angst, Depression, Schlafstörungen und Einsamkeit ein, die bei vielen Menschen in der Bevölkerung durch den sogenannten „Lockdown“ und den damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens ausgelöst wurden. Interessanterweise hätten ältere Personen (die „Kriegsgeneration“) weit weniger Ängste und Sorgen vor dem Corona Virus gehabt als jüngere. Sie litten aber umso mehr unter Einsamkeit und sozialer Isolation, wenn sie etwa in Alten- und Pflegeheimen wohnten und lange Zeit nicht besucht werden durften. Auch die wirtschaftlichen und psychosozialen Auswirkungen der Corona Pandemie wurden angesprochen.

Krise als Chance zur Neubesinnung

Neben all den negativen Folgen führte die weltweite Krise durch Corona aber auch zu einem Umdenken. Viele Menschen hielten inne, entschleunigten ihr Arbeits- und Lebenstempo und entdeckten auf neue Weise den Wert von Familie, Freundschaften und Beziehungen und schöpften Kraft und Freude aus der bewusster als vorher wahrgenommenen Natur. Anhand eines „7-Säulen-Modells“ zeigte der Vortragende auf, wie unsere psychische Widerstandskraft (Resilienz) gestärkt werden kann und was uns hilft, auch diese herausfordernde Zeit gut zu bewältigen.

Persönliches Erleben geschildert

Nach dem Vortrag, zu dem - wahrscheinlich coronabedingt - weniger Personen als in den Jahren zuvor kamen, gab es eine Premiere: Unter der Gesprächsmoderation von MMag. Renate Burgholzer (stellvertretende Obfrau von pro homine) schilderten alle anwesenden Zuhörer/innen, wie sie diese bewegende Zeit bisher erlebt haben. Auch eine anwesende Spitalsärztin teilte ihre beruflichen Erfahrungen und Empfindungen mit. So wurde dieser Abend neben dem spannenden Vortrag auch zu einem interessanten und bereichernden Erfahrungsaustausch.

Büchertisch zum Schmökern

Zum Abschluss des Vortrages konnten sich die Zuhörer am Büchertisch über interessante Fachliteratur zum Thema Angst, Depression, Einsamkeit und über die vielfältigen Angebote des Vereins pro homine informieren. Auf das geplante Buffet mit small talk musste heuer leider verzichtet werden.

Hinweis: Dieser Vortrag von Mag. Kreuzer wird am 16. Oktober 2020 im Klosterfestsaal der Benediktinerinnen in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) wiederholt (Beginn: 19.30 Uhr).

Bericht: Ewald Kreuzer, Claudia Anzinger (Fotos)  (Video)

Vereinsausflug nach Linz: Mit dem Donauschiff zu „neuen Ufern“

Schifffahrt beim Vereinsausflug 2020 nach Linz

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Samstag, den 19. September 2020 insgesamt sieben Personen der Selbsthilfegruppe Steyr (5 Frauen und 2 Männer) auf den Weg in die Landeshauptstadt Linz. Einige fuhren mit Privatautos in Fahrgemeinschaften, andere benützen den S-Zug (der an diesem „OÖ Tag“ sogar gratis unterwegs war).

Treffpunkt Kunstmuseum „Lentos“

Als Treffpunkt wurde das Kunstmuseum „Lentos" an der Linzer Donaulände vereinbart. Dort stießen noch weitere Personen von der Linzer Selbsthilfegruppe zu uns. Vom SHG-Team konnten wir Christian Snetivy begrüßen und Henriette Augustyn, die in Vertretung von Sonja Zauner (die leider wegen eines Begräbnisses verhindert war) die organisatorische Begleitung des heurigen Ausfluges übernahm. Im Gasthaus „Alte Welt“ am Linzer Hauptplatz war bereits ein Tisch für unsere Gruppe reserviert. Während unseres gemeinsamen Mittagessens im gemütlichen Innenhof wurden nette Gespräche geführt und auch der eine oder andere lustige Witz erzählt. Anschließend spazierten wir durch die Linzer Innenstadt zur Anlegestelle der Donauschiffe.

Herrliche Fahrt auf der Donau

Unser Schiff mit dem Namen „MS Linzerin“ näherte sich bereits dem Ufer und legte ganz in der Nähe des Ticketschalters an, wo wir unsere Schiffskarten kauften. Neugierig bestiegen wir das Boot und hatten vom oberen Deck aus einen herrlichen Rundblick. Schon legten wir ab und brachen zu „neuen Ufern" auf. Eine spannende Schiffsfahrt begann!

Die Route führte durch die Donau- und Traunauen, vorbei am Brucknerhaus, am Winter-, Handels-, Tank- und voestalpine-Hafen. Weite Grünflächen und Naturschutzgebiete zogen an uns vorbei. An der Traunmündung wendete das Schiff schließlich. Während der Fahrt konnten wir vom Deck aus auch eine „Flugshow“ eines Motorfliegers beobachten, der am Himmel seine akrobatischen Kunststücke inklusive Looping darbot. Zuletzt fuhren wir noch in den Werfthafen ein, wo die Schiffe repariert werden.

Altstadt-Bummel und Kaffee beim „Traxlmayr“

Als schönen Abschluss unseres Ausfluges ging es noch ein Stück zu Fuß vom Hafen der Donau entlang in die Altstadt hinein durch die Flaniermeile (besser bekannt als das „Bermuda-Dreieck“) mit vielen Nachtlokalen. Im Linzer Traditionscafe Traxlmayr ließen wir den Tag ausklingen und stärkten uns noch mit einer Jause, bevor wir unsere Heimreise antraten.

Wir danken Henriette und Sonja ganz herzlich für das Organisieren des heurigen Vereinsausfluges. Für mich persönlich war dieser wunderschöne Ausflug erholsam, spannend und entspannend zugleich und wie ein Kurzurlaub mit vielen netten Begegnungen mit neuen und alten Bekannten!

Bericht und Fotos sowie ein eigenes Video: Claudia Anzinger, Ewald Kreuzer

Vorstand beschließt Homepage-Update

Vorstandssitzung

In der Vorstandssitzung vom 7. September wurde unter anderem die Überarbeitung der Webseite des Vereins pro homine beschlossen. Durch Aktualisierung der Technik und des Designs soll die Homepage noch praktischer und ansprechender werden.

Treffen beim Sommerheurigen „Sepplhub“

Ewald Kreuzer informiert beim Heurigen

21 Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste konnte pro homine Obmann Ewald Kreuzer beim heurigen Sommertreffen am 28. August 2020 beim Steyrer Traditionsheurigen „Sepplhub“ begrüßen. Wirtin Karin Mayr hatte unserer bunten Schar angesichts aufziehender Regenwolken drinnen in der Laube zwei große Tische vorbereitet. „Sicherheitshalber“, wie sie meinte, „denn heute kommt noch ein Unwetter“.

Gemeinsam essen, trinken, plaudern …

Vielen waren gekommen, um sich nach der langen coronabedingten Veranstaltungspause wieder zu sehen und neue Personen kennenzulernen. Es herrschte eine angeregte Stimmung und viele ließen sich die kulinarischen Köstlichkeiten wie Schafkäse, Erdäpfelsalat, Käseteller oder Bauernkrapfen bei gutem Most, Bier oder Sommerspritzer gut schmecken. Es gab viel zu erzählen und viele nutzten die Gelegenheit, die „Neuen“ im Mitarbeiterteam von pro homine persönlich kennenzulernen.

Neben Teilnehmern unserer Selbsthilfegruppen in Steyr und Wels und zahlreichen Gästen waren auch vom pro homine Mitarbeiterteam viele anwesend: Christian Snetivy (SHG Linz), Elisabeth Göbl (Facebook-Betreuerin), Franz Rathmair (Webmaster), Andreas Lakits mit Elisabeth Wagner und Ingrid Lutz (alle SHG Vöcklabruck), Renate Burgholzer mit Doris Steinmaßl (alle SHG Steyr) sowie Christian Pramhas (Finanzreferent), Maria Müller (Rechnungsprüferin) und zu späterer Stunde auch Johannes Gasplmayr (Buchhalter) in stilgerechtem pro homine Outfit (siehe Weitere Fotos).

Vereinsausflug mit Donau-Schiffahrt am 19. September

Obmann Ewald Kreuzer informierte über die Wiederaufnahme der Selbsthilfegruppen-Treffen in Steyr, Wels und Vöcklabruck nach der Corona-Pause und über die Suche nach einem neuen Standort für die Treffen der SHG Linz, da der bisherige Raum zu klein wurde. Er lud herzlich ein zur Teilnahme an der nächsten größeren Veranstaltung: dem Vereinsausflug nach Linz am 19. September mit einer Schifffahrt auf der Donau.

Alle Anwesenden und deren Freunde wurden gebeten, die Initiative „Orte des Respekts“ aktiv zu unterstützen, an der unser Verein pro homine teilnimmt und bei der wir durch zahlreiche Teilnahme an einem Internet-Voting einen Publikumspreis gewinnen können. [Näheres dazu]

Bericht: Doris Steinmaßl, Ewald Kreuzer; Fotos: Franz Rathmair, Ewald Kreuzer

Gut angenommen: Online-SHG wird fortgesetzt

Eine Kaffeetasse

Am Mittwoch, dem 12.08. um 20:00 Uhr, kam es zur Premiere der ersten pro homine Online-SHG.

Wir starteten diese im kleinen Rahmen, wodurch wir den neuen Modus lernen konnten und die Teilnehmer mehr Gesprächszeit hatten.

Am Ende der ersten Online-SHG stimmten alle zu, diesen neuen Weg weiterzuführen.

Vorteile wie "es ist praktisch von daheim aus" oder "zu Corona-Zeiten ist dies eine gute Alternative" wurden genannt.

Die Online-Gespräche sind eine wertvolle Ergänzung zum pro homine Angebot für depressive Menschen und deren Angehörige.

Die nächsten Termine für dieses Jahr sind:

Mittwoch 16.09. um 20:00 Uhr
Mittwoch 14.10. um 20:00 Uhr
Mittwoch 18.11. um 20:00 Uhr
Mittwoch 09.12. um 20:00 Uhr


Zur Anmeldung bitte ein Mail an: online-shg@  (bitte selbst den Rest der Adresse eintragen:) pro-homine.at

Die angemeldeten Personen bekommen spätestens einen Tag vor dem Start der Online-SHG die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting zugesandt.

Bericht: Markus Waldl

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